Monatliches Archiv:Dezember 2011

Sorge…

Wie bereits erwähnt, hatten wir feststellen müssen, dass wir Öl verlieren. Woraufhin wir Sarah fragten, ob sie einen Termin mit unseren Lieblingsmechaniker Ferd ausmachen kann. Gesagt getan und da wir arbeiten mussten und eh unseren präventiven Check vor Reisebeginn machen wollten, haben wir unser Ölleck provisorisch reparieren lassen, sind über das Wochenende arbeiten gegangen und am Montag haben wir es schließlich wieder in die Werkstatt gebracht. Anschließend kamen drei lange Tage des Wartens und am Donnerstag plötzlich der Anruf, dass es etwas Schlimmes ist und wir sofort in die Werkstatt kommen sollen. Mir war heiß und kalt. Schließlich ist dieses Auto sowas wie eine Finanzanlage, die uns später wieder etwas einbringen soll. Außerdem wären unsere kommenden Reisepläne vollkommen hinüber gewesen. Ferd hat uns dann tatsächlich mit einem Kopfschütteln begrüßt und vier Möglichkeiten angeboten.

Erste Möglichkeit: Wir versuchen das Auto direkt zu verkaufen, was schwierig ist, da jeder vernünftige Käufer, der das Auto in eine Werkstatt bringt herausfinden wird, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Zweite Möglichkeit: Ferd öffnet den Motor und versucht herauszufinden was das Geräusch tatsächlich bedeutet, was allerdings heißen kann, dass immer mehr Schaden zum Vorschein kommen. Quasi teuer!!

Dritte Möglichkeit: Wir lassen es einfach darauf ankommen und fahren so lange wie es geht. Er meinte, dass manche mit so einem Schaden noch 3 Jahre fahren können bis das Auto aufgibt. Leider viel zu riskant!

Vierte Möglichkeit: Ferd: „Habt ihr das Auto versichert? Wenn ja, dann brennt es halt ab und kassiert das Geld.“ Was für eine Empfehlung! Leider haben wir keine Versicherung bekommen, da es ein importiertes Auto ist.

Ja, was bleibt einem da übrig… Wir haben uns für die Reparatur entschieden und eine weitere Investitionsmöglichkeit von 1000 Dollar eingeräumt. Danach ist wieder eine lange Woche vergangen. Ferd wusste nicht, ob er es in Zeit schafft, was bedeutet hätte, dass wir nicht in die Blue Mountains hätten fahren können. Zum Glück hat er es geschafft und letztlich mussten wir sogar „nur“ knapp 800 Dollar bezahlen. Allerdings verlieren wir immer noch ein bisschen Öl und müssen immer Öl- und Wasserreserven bei uns haben. Somit konnten wir uns am 19.12 endlich auf den Weg Richtung Blue Mountains machen.

Beachhouse

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Bereits als wir in Adelaide ankamen hat uns Mel in das Strandhaus ihres Vaters eingeladen. Ende November war es endlich soweit. Bine, Robi, ich und natürlich die gesamte australische Bande (über die vier Tage waren wir insgesamt 9 Personen + Hund) haben uns an einem Sonntag, nachdem wir alle drei noch einmal arbeiten mussten, auf den Weg nach Carrickalinga gemacht. Bereits die Fahrt war mal wieder der Wahnsinn! Leider habe ich am Steuer gesessen und konnte den Ausblick nicht wirklich genießen. Schließlich führte unser Weg durch ein Wasserreservoir, dessen Landschaft uns durch viele Tannen und Seen tatsächlich an Deutschland erinnert hat. Wie wir von Mel und Phil erfahren haben, bezieht Adelaide und Umgebung sein Wasser aus diesem Reservoir. Vor einigen Jahren waren die Reserven so sehr erschöpft, dass die Bewohner eine Regulierung des Wassers erhielten, was zu vielen vertrockneten und trostlosen Gärten und Parks geführt hat. Nach 1 ½ Stunden kamen wir in unserem schnuckeligen Strandhäuschen an, welches wir gleich inspizieren mussten. Nach dem Betreten des Hauses befindet man sich im Ess- und Küchenbereich, welcher sich nach rechts, verbunden durch eine kleine Treppe, zu dem Wohnbereich erweitert. Richtig gemütlich wurde dieser durch ein Panoramafenster mit Blick zum Meer, einen kleinen Kamin und kuscheligen Sofas. Von hier führte der Weg hinaus auf die Terrasse, auf der wir viel Zeit verbrachten. Als Schlafmöglichkeit boten sich uns zwei Zimmer mit Doppelbett und eines mit zwei Doppelstockbetten. Robi, Bine und ich haben es uns in diesem Letzt genannten chaotisch eingerichtet. Als erfahrene Bankbettenschläferin weiß ich, dass unten schlafen immer besser ist, da es entgegen dem coolen oben schlafen, einfach viel mehr praktische Vorteile bietet: All das Zeug (Bücher, Handy, Taschentücher, Lippenbalsam, Mp3-Player…) was man so braucht kann direkt neben mir auf dem Boden aufgebaut werden. Ich überlege nur halb so lange, ob ich auf Toilette gehe oder nicht. Gleiches gilt für generelles aufstehen. UND eigentlich lebt man weniger gefährlich, da unnötiges Klettern ebenfalls wegfällt. Die Betten waren allerdings so winzig, dass ich mir nicht sicher war, ob ich darunter Platzangst bekomme. Man konnte nicht mal halbwegs gerade sitzen, weshalb ich mich dann doch für oben schlafen und dann wieder für unten schlafen entschied. Was mir im ersten Moment nicht aufgefallen war, dass das von mir ausgesucht Bett kein Begrenzung quasi Geländer hatte. Zu gefährlich! Lieber von Robi zerquetscht werden, als ein Bein brechen 😉

Nachdem wir alles aus dem Auto ins Haus geschleppt hatten, machten wir es uns auf der Terrasse gemütlich und warteten auf Sarah, Sanjit und Rockit. Mal wieder ganz australisch wollten wir unseren „Urlaub“ mit einem Barbie einleiten. Nun saßen wir da mit Weinchen und Bierchen, als Mel meint, dass die Wahrscheinlichkeit, dass wir Delfine sehen sehr hoch ist. Nicht viel später passiert es auch schon. Wunderschön!! Über die vier Tage hinweg, hatten wir jeden Tag das Glück und wie es scheint, war es dieses Mal nicht nur für uns etwas besonders, sondern auch die Aussies waren begeistert. Unser erster Abend wurde schließlich mit einem leckeren Barbie + wunderschönen Sonnenuntergang beschlossen.

Der nächste Tag war leider nicht mehr so sonnig, allerdings hatten wir trotzdem 32 Grad. Von 11:30 Uhr bis 17 Uhr haben wir am Strand gelegen, gequatscht, versucht zu Fischen und geschlafen. Da an diesem Tag Sarah und Sanjit ihren ersten Hochzeitstags hatten, sind wir in ein schickes Restaurant gefahren und haben uns viel zu teures und zu wenig Essen schmecken lassen. Als wir wieder im Haus ankamen, gab es zur Feier des Tages einen etwas zwischen 20 und 25 Jahre (ich habs vergessen) alten Port (Shiraz). Die Farbe, Geruch und Geschmack waren unbeschreiblich.

Schließlich war Tag drei angebrochen, an dem es leider gar nicht mehr so schön war. Regen und Sonne gepaart mit viel Wind im Wechselspiel. Ich hatte keine Lust im Haus rumzuhängen und habe einen Spaziergang gemacht. Vorerst muss erwähnt sein, dass Carrickalinga aus Ferienhäusern besteht und um diese Zeit verbringen dort noch nicht wirklich viele Touristen ihre Urlaubszeit. Somit war ich auf meinem Weg durch das Dörfchen und schließlich am Strand entlang die meiste Zeit wirklich allein. Abends war ich Bine, als Küchenhilfe dienlich, da sie ihr berühmtes und wirklich leckeres Thai-Curry zubereitet hat. Danach sind Sarah, Sanjit, Alix und Rockit abgereist und eine neue Besucherin kam. Pech für sie, das an diesem Abend ein fieser Storm losbrach. Es war auf der einen Seite wirklich beeindruckend und auf der anderen leider viel zu kalt. Von 33 Grad an Tag 1 hatten wir uns am Tag 3 auf 17 Grad herab gearbeitet. Trotzdem haben wir uns den Abend nicht vermiesen lassen und schließlich angefangen zu puzzeln 😉

Am letzen Tag waren wir alle ziemlich faul, haben gelesen, geschlafen, gepuzzelt, sind spazieren gegangen und fingen schließlich an aufzuräumen, um uns wieder auf dem Heimweg zu machen. Schweren Herzens haben wir uns von dem schnuckeligen Häuschen am Strand verabschiedet und sind wieder gen Adelaide gedüst, wo uns auffiel, dass wir Öl verlieren. Aber das ist eine andere Geschichte…

Cleland Wildlife Park

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Nach beinahe 3 Monaten Australien und zwei Mini-Roadtrips beschränkte sich die Sichtung wilder Kängurus nur auf „Schlafende“ am Wegesrand oder den gebratenen Zustand auf Robis Teller. Ebenso konnten wir während einer Busfahrt nur einen flüchtigen Blick auf Koalas werfen! Hallo, wir befinden uns in Australien… Eigentlich müssten die Kängurus täglich durch die Straßen hüpfen und ganz natürlich – im Sinne von „AUSTRALIEN“ – sollte in jedem Baum ein Koala hausen. Aber nein, stattdessen haben wir für eine Woche einen sehr großen achtbeinigen fünften Mitbewohner in der Küche oder eine kleine Ratte, die sich auf ihren nächtlichen Streifzügen immer auf dem Weg zur Sturt Avenue macht.

Aus diesem Grunde haben wir uns zu sechst auf den Weg zum Cleland Wildlife Park gemacht (So ein Auto mit acht Sitzen ist klasse!). Da wir diese niedlichen australientypischen Tierchen nicht nur sehen, sondern ganz touristisch streicheln wollten, war klar, dass wir in einen Wildlife Park fahren müssen 😀 Auf Empfehlung unserer australischen Freunde haben wir uns für den Cleland Wildlife Park entschieden. Dieser ist im Cleland Conservation Park gelegen und ca. 20 bis 30 Minuten vom Adelaide Center entfernt. Auf dem Hinweg sind wir den Highway entlang gebraust, da es nach oben einfach schneller geht und für unseren Liebling nicht ganz so anstrengend. Bezahlt haben wir letztlich 20 Dollar pro Person. 18 Dollar Eintritt + 2 Dollar für kleine Futtertütchen. Einen Koala auf den Arm nehmen zu können und diesen Moment durch professionelle Fotografenhand für die Ewigkeit und besonders für daheim zum Rumprotzen festhalten zu können kostete schlappe 50 Dollar. Darauf haben wir liebend gern verzichtet und haben uns auf das Streicheln und auf ein selbstgemachtes Foto beschränkt. Koalas sind trotz ihres enormen Drogenkonsums wirklich zuckersüße, kuschlige und liebenswerte Tierchen. Allerdings fand ich es schon fragwürdig, wie die Kleinen zur Show gestellt werden. Auf einen Baumstumpf wird der Koala in Position gebracht, die Pflegerin hält es einen Ast mit Euka vors Gesicht und schließlich dürfen jeweils 4 Personen das Tier streicheln, auf den Arm nehmen und ein Foto machen. Alles schön der Reihe nach bis 2 Stunden vergangen sind und das abgenutzte und verbrauchte Koalabärchen durch ein neues ersetzt wird. Sowas kann man kaum mit seinem Gewissen vereinbaren, allerdings geht es den Koalas, die nicht gerade für ihre Unterkunft arbeiten müssen ziemlich gut. Viel Euka, Platz zum Rumhängen und Rausch ausschlafen 😉 Ansonsten haben wir einen Tasmanischen Teufel besucht, der sich zum Glück auch gerade hat blicken lassen, Echidnas, Dingos, Wombats, Peligane, Emus, kleine und große Vögel und natürlich lümmelnde und chillige Kängurus! Ich glaube Robi, Bine und ich sind uns einig, dass die Wallebees am niedlichsten waren. Die Standardkängurus sind dagegen wirkliche Poser. Während des Fütterns halten die Schnuckelchen deine Hand fest und machen kleine süße Fäustchen. Ich weiß, dass es ziemlich unnatürlich und absurd klingt, da diese Tiere einen Teil des Wildlifes von Australien ausmachen und wir fahren in einen quasi Zoo und kuscheln alle einmal durch, allerdings war es trotzdem eine schöne Erfahrung. Der Park ist riesig und die Tiere haben somit ausreichend Platz, um zumindest ein wenig ein normales tierisches Leben – mit Vorzügen – verbringen zu können.

Auf dem Rückweg sind wir durch die Adelaide Hills gefahren. Fantastisch! Steile Serpentinen schlängeln sich durch die Berge, mit einem unglaublichen Ausblick über Adelaide und das Meer. Diese Szenerie war mal wieder ein perfekter Abschluss für einen tollen Ausflug.

Highlight

Gerade sind wir von unserem Minijob heimgekehrt und es lohnt sich tatsächlich Euch darüber zu informieren. Normalerweise sieht unser Arbeitsalltag wie folgt aus:

– zu einem bestimmten Zeitpunkt im Shop ankommen, alle Schächtelchen mit Frittiergut, sowie Öl und Fritteuse entgegennehmen
– zum Job fahren, auspacken und losfrittieren
– ca. eine halbe Stunde später spaziere ich mit meinem schönsten Lächeln durch bezaubernde Häuser, Gärten oder angemietete Räumlichkeiten
– schließlich wird alles wieder verpackt, geputzt und vom Kunden verabschiedet
– Trinkgeld, wenn auch sehr selten, entgegennehmen und zum Shop zurückdüsen, wo wir dann meistens noch die Küche säubern

Wie Ihr seht, nicht wirklich spektakulär. Letztes Wochenende bin ich ausschließlich Fahrer gewesen. Was bedeutet, dass ich Robi, Bine und Jose von A nach B und von B nach A gefahren habe. Danach hatte ich selber noch einen Job (Bei einem Minijob muss das Essen nur zubereitet und nicht serviert werden. Somit wird dafür nur eine Person benötigt.). Ich kam ziemlich abgehetzt, gestresst und 10 Minuten zu spät zu diesem bestimmten Job. Nach weiteren fünf Minuten, in denen ich versucht habe das Tor zu öffnen, hat mich die Kundin schließlich befreit und mir mitgeteilt, dass ich eine Woche zu früh bin. Glück für mich. Ich musste nämlich Bine und Robi wieder abholen. Später ist mir wieder eingefallen, dass ich im Vorgarten des Hauses ein Wallaby gesehen habe, aber wegen dem ganzen Stress gar keine Aufmerksamkeit schenken konnte. Nachdem ich es Robi erzählt hatte, hatten wir insgeheim gehofft, dass wir am Freitag, also heute, dort arbeiten können. Leider, wie wir am Montag erfahren mussten, war das nicht der Fall. Aber siehe da, heute haben wir den Anruf erhalten, dass jemand ausgefallen ist und ob wir den Job übernehmen können. Und yeeeeeeey, wir haben Marcy kennen gelernt. Erst haben wir fleißig unsere Arbeit getan und danach wurden wir zu Cocktail und Wallaby streicheln eingeladen. Es war so süß und flauschig. Die Art und Weise wie diese zuckersüßen Dinger Toast in ihren Pfötchen halten oder generell ihre kleinen Fäustchen sind einfach unwiderstehlich. Wir haben uns schon ziemlich gewundert, dass man sich Wallabys im Garten halten kann. Ihr Vater züchtet diese putzigen Tierchen und am Australia Day dachten sie sich, dass sie so etwas im Garten gebrauchen könnten. Seitdem lebt Marcy bei ihnen. Der Grund warum sie sich das kleine Ding zugelegt haben, ist ziemlich abschreckend aber sie kümmern sich herzallerliebst um die Kleine.

So, das nur am Rande 🙂

Liebste Grüße und Gute Nacht
Robi & Anja

Strand und Wein, das muss sein!

G´Day ihr Lieben,

wir haben nun schon eine halbe Ewigkeit nichts mehr von uns hören lassen. Im Grunde gibt es auch nicht wirklich viel Neues, wodurch wir hier nur über unsere Ausflüge berichten können. Um ganz ehrlich zu sein, können wir es kaum noch abwarten, bis es endlich in die Vollen geht und wir Richtung Blue Mountains starten. Adelaide ist eines der besten Dinge, die uns geschehen konnten, allerdings wird es langsam Zeit vorwärts zu kommen.

Schon vor ein paar Wochen haben Robi und ich eine Tour durch das bekannteste Weinanbaugebiet von Australien unternommen. Es liegt quasi in meiner Pflicht, als Tochter eines „Weingutbesitzers“ 😉 mir auch diesen Teil von Australien nicht entgehen zu lassen. Das Barossa Valley verfügt über eine 10.000 ha weite Rebfläche. Im Gegensatz zum Saale-Unstrut Weinanbaugebiet sind dies nur 9.265 unbedeutende Hektar mehr. WOW! Unsere geliebten Steilhänge sind hier nicht zu finden. Es gibt leichte Steigungen, aber ansonsten sind es weite grüne Felder, die in einem starken Kontrast zu den trocken Hügelreihen stehen. Wirklich wunderschön! Von den „Städten“ Drumherum haben wir uns etwas mehr erwartet, aber der Fokus liegt hier wirklich auf den Weingütern. Wenn ich nicht die Fahrerin gewesen wäre, hätte ich mich sicher auf eine Weinverkostung eingelassen.

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Das Barossa Valley wurde von Engländern und Deutschen gleichermaßen geprägt und ich war wirklich gespannt, wie viel von der deutschen Kultur wiederzufinden ist. Leider begrenzte sich das auf Stadtnamen, Familiennamen, Bäckereien die sich „Deutsche Bäckerei“ nennen, aber leider kein einziges Produkt führen und natürlich Bayern.

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Zum Ende unserer Tour sind wir in das berühmt berüchtigte Hahndorf (zuvor hatte uns jeder davon abgeraten) gefahren. Durch dieses Städtchen führt eine lange Hauptstraße, welche dermaßen touristisch angehaucht ist, dass man das Gefühl hat, dass in Hahndorf keine Menschenseele lebt.
Trotzdem haben wir unseren Ausflug genossen! Einen kurzen Stop haben wir in Williamstown an einem Wasserreservoir gemacht, um die Whispering Wall auszutesten. Dieser Staudamm wurde von 1899 bis 1903 erbaut und verfügt über eine exzellente Akustik. Der Staudamm hat eine Breite von über 100 Metern. Positioniere nun jeweils eine Person an die beiden Enden des Damms und lasse sie in Normallautstärke oder eben sogar flüsternd miteinander kommunizieren. Es funktioniert! Glasklar. Wirklich beeindruckend. Wir haben nach den Lautsprechern gesucht, aber konnten keine finden 😉

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Ein weiterer Hotspot unserer Route stellte der „Herbig Family Tree“ dar. 1855 machte sich der Bremer Johann Friedrich Herbig (27) auf den Weg nach Australien, um ein neues Leben zu beginnen. Der arme Kerl kaufte sich ein Stück Land ohne finanzielle Mittel, um es auch bebauen zu können und suchte sich als Übergangslösung einen hohlen Gummibaum in dem er, seine Frau und drei Kinder für die nächsten fünf Jahre leben sollten. Der Baum ist riesig, aber auch verdammt klein. Das muss wahre Liebe gewesen sein 😉

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Schließlich waren wir noch Erdbeeren sammeln und haben damit den Tag beschlossen! Yummy…

Meine persönliche Erinnerung, die ich immer noch unübersehbar an mir trage, ist mein rechter Fahrerarm. Das leuchtende rot ist in ein schönes braun übergegangen. Mein linker Arm und der restliche Teil meines Körpers wünscht sich so auszusehen 😉

Ein weiterer Ausflug führte uns zu dem schönsten Strand von Adelaide: „Maslin Beach“. Der Strand ist in einem weiter entfernten Suburb von Adelaide gelegen. Die 45 Minuten Fahrt haben sich für Robi, Bine et moi mehr als gelohnt.

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Der Strand ist umgeben von kleineren und größeren Felsriffen und so hat sich für uns nach der Ankunft ein Wahnsinnsblick von oben herab über den gesamten Strand geboten. Das Wasser ist durch viele kleine Sandbanken nicht nur blau, sondern auch weiß, hellblau, dunkelblau, anthrazit usw.

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Eine Hälfte des 3 km langen Strandes ist seit 1975 ein Nacktbadestrand und zwar der erste in gesamt Australien. Da wir so gut wie allein waren, können wir überhaupt nicht sagen, ob wir uns auf der richtigen Seite befunden haben. Was wir sehr wohl beobachten konnten: Menschen mit Ferngläsern 😉 Es war wirklich ein heißer Tag, aber leider auch ein sehr windiger. Erfahrene Strandnutzer wissen sicherlich, dass an solchen Tagen ein gemütlicher Beach-Ausflug zu einem sehr qualvollen und nervigen Besuch werden kann. Diese kleinen Sandstürme die über uns hinwegfegten, waren wirklich mehr als schmerzhaft. Selbst nach drei Tagen fanden wir immer noch Sand in Haaren und Ohren. Heute denken wir, dass der starke Wind die Erklärung für unsere beinahe Einsamkeit am Strand darstellte.

Der nächste Beitrag kommt sehr bald! Es gilt einiges aufzuholen.

Liebste Grüße an Euch
Robi & Anja