Tägliches Archiv:28. März 2012

Eine 2. Chance für Melbourne

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Nachdem wir beim ersten mal nicht so viel Glück mit dem Wetter hatten und Robi so gar nicht begeistert war, wollten wir es noch einmal probieren.
Unsere Unterkunft hatten wir schon mal in die City verschoben. Gleich um die Ecke meines alten Hostels, sind wir im Elephant untergekommen. Das Zimmer war klasse, aber der Rest! Küche und TV-Raum befanden sich im Keller. So haben sich unsere einzigen Aktivitäten in diesem Bereich auf Frühstücken begrenzt. Pfui! Ich weiß auch nicht wo die ganzen assligen Backpacker herkamen. Die Klamotten werden in Australien einfach nicht sauber, aber soooo dreckig? Den Fußpilz konnte ich förmlich riechen. Wer läuft bitte schön barfuss durch süffige Bäder und noch dreckigere Küchen. Würgh! Aber wie gesagt, im Hostel waren wir nur zum Essen und Schlafen. Ansonsten sind wir sehr viel gelaufen.

Nachdem wir die Streetartszene beim letzten mal völlig ausgelassen hatten, waren wir dieses mal aktiv auf der Suche. Besonders in Fitzroy gab es eine Menge künstlerisches Potenzial. Generell hat es mir in diesem Teil besonders gut gefallen. Nicht so weit weg von der City, nicht so sauber, Cafés und Vintage-Läden prägen die Straßen. Ein bisschen Berlin in Australien.
Nach 7 Wochen Strandabstinenz waren wir auch dort noch einmal. Der Strand ist allerdings auch beim dritten Melbournebesuch immer noch oll und stinkt. Der Luna-Park war leider geschlossen.

Unser absolutes Highlight war der Skytower! Für schlappe 12 Dollar sind wir mit einem ziemlich schnellen Aufzug 300 Meter hoch, in die 88 Etage gezischt. Von dort hatten wir einen wunderschönen Blick über Melbourne, das Meer bis zu den Bergen. Gegen 19 Uhr suchten wir uns eine gemütliche Ecke und haben den Sonnenuntergang genosssen. Wow! Da kommt leider auch unser toller TV-Tower nicht gegen an 😉

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Was ich bisher nicht erwähnt habe, dass WIR, waren nicht nur Robi und ich, sondern auch Olli und Steven. Freunde von Robert. Zusammen hatten wir wirklich eine Menge Spaß und einen beinahe Hostelrausschmiss. Aber das ist eine andere Geschichte.

Adelaide hatte uns wieder

Sooo nach Boris Ermahnung mache ich mich heute ans Werk um so einiges nachzuholen. Allerdings werden die Einträge nicht mehr soooo lang und leider auch keine Bilder :/ Unser Laptop hat den Geist aufgegeben.

Aber nun erst mal ein paar Infos was uns in Adelaide so wiederfahren ist. Untergekommen sind wir im selben Hostel wie zuvor. Klein aber fein. Alles sehr persönlich. Jeder grüßt jeden usw. Einfach eine tolle Atmosphäre und ein geeigneter Platz, um von der Arbeit zu kommen, noch ein Schwätzchen zu halten und sich einfach heimisch zu fühlen. Nach solch einen langen oder viel zu kurzen Zeit ist es auch immer wieder schwer Good Bye zu sagen. Wir haben tolle Menschen kennen gelernt und ich bin mir sicher, dass wir uns mit etwas Pflege von beiden Seiten wiedersehen werden!

Für fast die gesamte Zeit waren wir ein großes Workinghostel! Während der Festivalsaison herrscht in Adelaide Hochbetrieb. Wir waren auf dem Garden of Unearthly Delight, dem Clipsale und dem WomAdelaide vertreten. Neben dieser Tätigkeit hatte ich außerdem die Ehre für Nicks Catering Company zu arbeiten! Jeden Montag hunderte von Plastecontainern abspülen. Am Mittwoch hieß es dann Frühlingsrollen und Fleischbällchen zählen. Donnerstags wurden kleine Pizzas gebacken und eines schönen Tages hatte ich es mir scheinbar verdient auch auf dem Festival zu arbeiten. Robert war natürlich sofort in die Riege der Bessergestellten aufgenommen worden 😉 Auch wenn das für ihn bedeutete, das er mitunter 70 Stunden die Woche arbeitete und 2 1/2 Wochen kein frei hatte. Hätte ich nur auch so viel arbeiten dürfen, wir wären reich! Meine Karriere auf dem Festival startete damit, dass ich alle Vorbereitungen für den Pizzabelag treffen musste. Falls ich keine Arbeit finden sollte, dann könnte ich es sicher beim Fleischer probieren. Es ist schon ziemlich makaber, dass ich als Vegie Tonnen von Schinken schnippeln musste. Das Messer und die Fleischschneidemaschine haben sich an meinen Fingern gerecht. Autsch!!!! Vielleicht lieber doch keine Fleischereifachverkauferin.

Nach Wochen hatte ich den Aufstieg zur Pizzabäckerin gescchafft und dann war es auch schon wieder vorbei. Besonders für Robi hat es mich gefreut. Ich war auch erleichtert, aber ich hatte mich lange nicht so verausgabt wie er oder Toyah. Das kommt davon wenn man seinen Job zu gut macht 😉 Oder wenn dein Chef niemand anderen was zutraut.

Am Ende hatten wir sogar ein kleines Abschiedskomitee und Xanthos, mit dem wir zusammen gearbeitet haben, hat Robert, Rachel und mich zum Flugplatz gefahren. So ging es nach knapp 6 Wochen nach Melbourne.