Monatliches Archiv:April 2012

Big City Life Phnom Penh

Da 6 Stunden Busfahrt ziemlich langweilig werden können entschieden wir uns für einen Sleeping Bus von Siem Reap nach Phnom Penh. Um 23 Uhr, und sogar pünktlich, wurden wir vom Hostel abgeholt und zu unseren vermeintlichen Sleeping Bus gefahren. Unser Bus war voll mit Touries und wir alle dachten an eine geruhsame Fahrt nach Phnom Penh. Falsch gedacht. Wie sich herausstellte war es ein stinknormaler, sehr unbequemer local bus. Robi und ich hatten uns relativ fix damit abgefunden. Nach unserer Fahrt nach Bangkok waren wir diesbezüglich bereits erfahrene Busreisende. Allerdings beschwerten sich die anderen umso mehr. Wie sich später herausstellte auch zu recht. Wir hatten jeweils 7,50 Dollar bezahlt. Die anderen vom 8 bis 25 Dollar.  

Die Fahrt war mehr als ungemütlich. Die Straßen in Kambodscha sind noch nicht die besten und so ging es teilweise über Stock und Stein. Wortwörtlich! Zum Glück hatten wir Sitzplätze. Da wird sich mal schnell mit dem Hocker in den Gang gesetzt. Die Doppelstockbusse werden in Kambodscha meist so umfunkioniert, dass der untere Teil als Gepäcklager genutzt werden kann. Vom Moped bis zum Huhn wird alles transportiert. Am Ende habe ich 2 Stunden geschlafen und anstatt 7 Uhr waren wir bereits um 5:30 Uhr in Phnom Penh. Wirklich eine schlechte Zeit um in Hotels einzuchecken. Im Hotel erfuhren wir, dass wir gegen 8 oder 9 Uhr wiederkommen könnten. Wir waren totmüde und nach einer Stunde rumlaufen fanden wir einen 24 Stunden Burger Laden, wo wir die nächste Stunde verbrachten, um uns dann wieder zum Hotel zu schleppen. Dann hieß erst mal kräftig ausschlafen, Klima und generell die Vorzüge eines Hotels genießen. TV mit Deutsche Welle Kanal, Badewanne (die leider nur Robi benutzt hat) und Frühstück (leider asiatsich, ich komme frühs noch nicht an Nudelsuppe ran).

Nach zwei Tagen zogen wir dann wieder in ein Hostel ohne TV und geteilten Badezimmern, was nicht schlimm war. Erstens: wir sind es gewohnt und zweitens: das Personal war allerliebst. Das Mad Monkey entstand mit Hilfe einer Organisation die Anwohnern dabei unterstützt ihre Häuser in Hostels umzubauen, um so ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das Personal stammt hauptsächlich aus ärmlichen Verhältnissen oder haben kleinere körperliche oder geistige Behinderungen. So wird ihnen die Möglichkeit gegeben sich im Service fortzubilden oder einfach nur Geld verdienen zu können. Das Essen war einsame Spitze und die Preise wirklich fair. Dort blieben wir 5 weitere Tage und hatten eine wirklich schöne Zeit.  

Die Gründung von Phnom Penh liegt eine lange Zeit zurück. Damals fand die junge Witwe Penh Treibholz. Darin waren 5 Buddhas verborgen. Zu ihren Ehren ließ sie auf einem Hügel (Phnom in khmer = Hügel) einen Schrein errichten, um den herum immer mehr Menschen ansiedelten. Ich mag diese Geschichte! Neben diesen und vielen anderen Tempeln die das Stadtbild prägen, hatten hauptsächlich die Franzosen Einfluss auf die Architektur. Selbst heute wird noch im französischen Stil gebaut. Und Obwohl auch diese Stadt ein riesiges Problem mit Müll hat, versucht die Stadt es sauber zu halten. Es war überhaupt das erste mal, dass wir eine Müllabfuhr gesehen haben haben.  

Einen Tag hatten wir ganz der Geschichte, um das Khmer Rouge-System gewidmet. Von 1975 bis 1979 verbreitete Pol Pot, inspiriert bei Mao Zedong, seine Philosophie eines Agrarkommunismus. Tausende Stadtbewohner wurden gezwungen ihren Wohnort zu verlassen, um auf dem Land Zwangsarbeit zu leisten. Dabei wurden Familien zerrissen und Personen, die dem Regie gefährlich werden könnten, verhaftet. Der vollkommen paranoide Pol Pot verhaftete nicht nur gebildete Menschen, sondern auch Menschen mit weichen Händen oder einer Brille. Zuerst wurden diese in das S-21 gebracht, gequält und gefoltert, um ihre Willen zu brechen und Geständnisse zu erzwingen. Danach wurden sie mittels einer Lüge, sie würden eine bessere Unterkunft erhalten, auf Transportern verladen und zu den Killingfields gebracht. Anfangs wurden die Menschen sofort nach der Ankunft ermordet. Später waren es so viele, dass auch dort Gefängnisse gebaut worden. In nicht mal 4 Jahren starben 3. Mio. Mensch an Hunger, Zwangsarbeit und durch sinnloses Morden. Das waren 1/3 der Bevölkerung. Kambodianer töteten Kambodianer.
Wir starteten mit dem Besuch eines der Killing Fields. Heute herrscht dort eine friedliche Atmosphäre. Es ist schwer vorstellbar was dort passierte. Mittels einer Audioquide Tour wird der Besucher über das Gelände geführt. Es ist seltsam sich frei zu bewegen, da nach stärkeren Regen immer noch Knochen, Zähne und Stofffetzen freigespült werden. Alle paar Monate werden diese von den Mitarbeitern der Gedenkstätte eingesammelt. Die Berichte von Zeitzeugen konnte ich mir nicht vollständig anhören, da es mir einfach zu nahe ging.
Danach fuhren wir zum S-21. Unter den übelsten Verhältnissen „lebten“ die Gefangen in ihren Zellen, die kaum grösser sind als man selbst. Letztlich bin ich froh, dass wir zuerst zu den Fields gefahren sind. Tausende Bilder von Gefangen machen diese traurige Geschichte plötzlich zu etwas persönlichen. Die Fotos zeigen junge und alte, Frauen mit Babys, ängstlich Gesichter, aber auch vollkommen friedliche. Und obwohl dies erst vor 40 Jahren passierte machen die Menschen einen glücklichen Eindruck. Das einzige was auffällt, es gibt nur wenige ältere Menschen in Kambodscha. Ansonsten ist dieses Thema nicht wirklich präsent.  

Es ist traurig, aber auch wichtig sich mit diesen Aspekt eines Landes auseinanderzusetzen. Es macht es einfacher manche Dinge zu verstehen.

Mit dem Fahrrad nach Angkor Wat

Wie bereits erwähnt haben wir Andre in Siem Reap wiedergesehen. Den ersten Abend und den darauffolgenden Tag haben wir mit Siem erkunden verbracht. Alles zu Fuss. Die Hitze ist teilweise wirklich unerträglich. In Australien konnte ich bei 36 Grad noch locker 3km auf Arbeit laufen. Hier ist es Sauna, Ofen, glühende Kohlen, einfach viel zu heiß. Innerhalb kurzer Zeit perlen Wassertropfen das Gesicht hinab. Wir oder zumindest ich waren nach unserem Spaziergang ganz schön erledigt und das erste mal hatten wir kein Zimmer das mit Klima ausgestattet war, sondern mit Ventilator. Nach diesem Tag war ich wenig erfreut vom Andres Idee, dass wir mit Fahrrad nach Angkor fahren. Wie sollten die Jungs eine dehydrierte Anja auf dem Fahrrad zurückkarren.  

Eigentlich wollten wir um 9 Uhr los. Wirklich losgegangen sind wir soooo halb-, dreiviertelzehn. Für 1 Dollar am Tag haben wir drei zu kleine aber gut funktionierende Räder bekommen. Dann wollte Andre Suppe essen. Danach haben wir am nächsten Stand gehalten, um später wieder anzuhalten weil Robi essen wollte. Später gab es dann noch eine Mango und zu guter letzt noch sticky rice aus einem Stück Bambus, was übrigens wirklich lecker ist. So kamen wir erst gegen 12 Uhr in Angkor an.  

An diesem ersten Tag haben wir die kleine Tour (20 km) gemacht. Auf dieser Route befinden sich die meisten der bekannten Tempel. Die Grösse des Geländes unterschätzt man anfänglich total. Um sich der Relation bewusst zu werden: Zu einer Zeit, als in London gerade mal 25.000 Menschen lebten, waren es in Angkor bereits 1. Mio. Da nur den Göttern Stein vorbehalten war, sind leider keine der weltlichen Gebäude erhalten geblieben. Angkor Wat ist der best erhaltene Tempel und der am stärksten frequentierte. Außerdem wurde das Abbild auf der Flagge Kambodschas eingebracht. Die Kambodianer sind mächtig stolz auf ihr 8. Weltwunder. Zum Glück war  das auch Pol Pet, der während seiner Terrorherherrschaft einen großen Teil der Kultur der Khmer schlicht weg zerstört hat.  

Es ist unglaublich wie viele Touristen sich durch die Gänge schieben. Besonders am Tag 1 hat uns das neben der Hitze wirklich genervt. Man schaut sich nichts richtig an, sondern hofft nur, dass man sich bald wieder aufs Rad schwingen kann und den kühlen Fahrtwind im Gesicht spürt. Trotzdem sind diese Tempelanlagen das beeindruckenste, was ich je in meinen Leben gesehen habe. Wie gerne würde ich in die Vergangenheit reisen, um mir die Tempel in vollem Glanze anzusehen. Bayon ist einer der größten Tempel, welcher von 54 Türmen gekrönt ist. In jeden dieser Türme sind Gesichter gemeiselt, wobei der höchste Turm mit Gold beschlagen war. Gleich daneben befindet sich der Königspalast dessen Turm mit Bromzetafeln verziert war. Als man begann die Tempelanlagen von Gestrüb und Baumwurzeln zu befreien, entschied man sich eine der Anlagen so zu belassen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich die Natur alles zurückholt. Dort wurde im übrigen auch Tomb Raider gedreht. Letztlich ließen wir einen Tempel aus und beschlossen wieder zum Hotel zu radeln. Um 19 Uhr erreichten wir, vollkommen im Eimer, unsere Unterkunft. Letztlich war das Radfahren wirklich eine gute Idee und ich bin froh, dass wir es auf diese Weise erkundet haben.  

Für den nächsten Angkor Wat-Besuch hatten wir uns vorgenommen eher loszuradeln, da wir doppelt soviel Kilometer fahren mussten. Die größere Runde hat weniger spektakuläre Tempel im Angebot, war aber dafür viel ruhiger und die Natur umso schöner. Leider war es an diesem Tag wirklich unerträglich heiß und wir mußten wieder einen Tempel auslassen. Ich spürte bereits wie mein Gesicht spannte und war mir sicher, dass ich mir einen Sonnenbrand im Gesicht zugezogen hatte. Wie sich später herausstellen sollte war das auch der Fall. Naja selber Schuld und ganz so schlimm war es auch nicht.  

Nach 5 Tagen Sie hieß es wieder mal Abschied nehmen von Andre, der nach Thailand weiterreisen wollte und wir nach Phnom Penh.

Eine Zugfahrt ist noch viel lustiger!

Wie bereits erwähnt ging es für uns am 11. wieder Richtung Bangkok. Für 500 Bht pro Person fuhren wir mit dem Bus, um 16:30 Uhr los.

Um 5:55 Uhr morgens kamen wir in Bangkok an. Wir wußten bereits, dass es nur zwei Züge in Richtung Bangkok gibt. Wie sich herausstellte hatten wir den ersten bereits verpasst und der zweite wäre zu spät an der Grenze angekommen. So hieß es am nächsten Morgen um 4 Uhr aufstehen, um den Zug um 5:55 Uhr zu erwischen.

Alles wunderbar geklappt, Robi sich noch ein Kaffe gekauft und dann sind wir gemütlich zum Bahngleis Nr. 6 gelaufen. Schock! Es war 5:30 Uhr und dort standen hunderte Menschen. Mein erster Gedanke war, dass wir 6 Stunden lang nicht sitzen werden. Der Zug fährt ein und plötzlich springen alle auf die Gleise. Großes Fragezeichen in unseren Gesichtern. Nach ein paar Sekunden verstanden wir. Bereits während der Einfahrt sprangen die Menschen von beiden Seiten auf den Zug auf. Aaaaaaah…. OK, wir mussten etwas kämpfen und schließlich bekamen wir einen gar nicht so schlechten Gangplatz. Da war natürlich nicht viel mit Sitzen. Immer wieder stiegen noch mehr Leute zu, aber keiner aus. Kurzzeitig waren wir uns nicht mehr sicher, ob wir im richtigen Zug sitzen. Was wollten diese Menschen alle in Kambodscha?

Wenn es zum Zugfahren kommt verliert der Ausdruck „die berühmte thailändische Freundlichkeit genießen“ vollkommen an Bedeutung. Da wird kein Platz für ältere gemacht, wer von seinen Platz aufsteht hat ihn verloren und die Herrschaften die Essen und Getränke verkaufen zerren ihre Körbe ohne Rücksicht auf Verluste durch die Reihen. Da musste auch der eine oder andere Kopf dran glauben. Der Zug war wirklich voll! Sitze doppelt und dreifach belegt. Sogar außerhalb vom Zug hingen Menschen. Es war anstrengend, aber auch irgendwie eine Erfahrung 🙂

Erschreckend zu sehen war, dass jeder seinen Müll einfach aus dem Fenster schmeißt.

So wurde aus meiner geplanten Eisenbahnromantik leider nichts. Was wirklich schade war, da wenn ich doch mal einen Blick nach draußen werfen konnte, Reisfelder und Störche zu sehen waren.

An der Grenze sollten wir schließlich auch erfahren warum der Zug so voll war. Der Zug ist für Thais umsonst und Neujahr stand an. So nutzen alle die Gelegenheit, um nach Hause fahren zu können.

Grenzgänger

Bereits im Voraus hatten wir im Internet Berichte zum Grenzübergang gelesen. Dort hieß es, dass es am günstigsten und unkomplizieresten sei mit einem e-visa einzureisen. Dies beantragt man ganz einfach zwei Tage zuvor online. Damit ausgestattet erreichten wir die Grenzstadt Aranthrayapet. Von dort fuhr uns unsere erste weibliche Tuk Tuk Fahrerin zur Grenze.

Zumindest wollten wir dahin. Sie brachte uns natürlich zu einem Büro die uns ein Visum verkaufen wollten. Unwissende tun dies und bezahlen mehr. Natürlich bekommt man das Visa auf der kambodianischen Seite. Hätten wir uns nicht im Voraus belesen wären wir wahrscheinlich in dieselbe Falle getapt. Übrigens bekommen die Tuk Tuk Fahrer für jeden erfolgreichen Abschluss ein kleines Geld.

Jetzt mussten wir bei einer super Hitze zur Grenze laufen. Dort lernten wir einen Amerikaner kennen, mit dem wir das ganze Prozedere gemeinsam durchmachen konnten. Nach einer halben Ewigkeit des Wartens wurden wir mal wieder fotografiert, bekamen unseren Stempel und konnten aus Thailand ausreisen. Jusof hatte kein Visa, deshalb begleiteten wir ihn zum Visabüro. Nachdem er die 20 Dollar für sein Visa bereits gezahlt hatte, kam einer der Beamten nochmal zurück und verlangte noch weitere 10 Dollar Stamp Fee (eine Stempelgebühr). So waren wir mit unseren 25 Dollar pro Person ganz gut dran.

Danach liefen wir gemeinsam zur Passkontrolle. Mal wieder mussten wir einen Schriebs ausfüllen, warten, für das Foto lächeln und weiter gehts. Als nächstes bekommt man einen freien Shuttle zum Busbahnhof angeboten, was einem nach Thailand erstmal extrem spanisch vorkommt, aber es ist tatsächlich so. Von dort teilten wir mit dem Amerikaner und seiner Freundin das Taxi nach Siem Reap.

Während der Fahrt kamen wir in den Genuss kambodianischen Transportmöglichkeiten. Wir sahen Mopeds auf denen 3 bis 5 Personen saßen, Pkw`s mit bis zu 10 Insassen und unendlich viel besetzte Pick Ups. Unser Taxifahrer erzählte uns, dass er meist mit 4 Personen in der Front und 5 auf den Rücksitzen fährt.

Ich war bereits während der 2stündigen Taxifahrt immer wieder eingeschlafen und war wirklich froh als wir das Hostel erreichten. Nach einer Dusche konnten wir zum zweiten mal Andre in die Arme schließen 😉

Eine Busfahrt die ist lustig

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So nach gefühlten 100x geschrieben und wieder nicht gespeichert gebe ich auf und verkürze das Kapitel Thailand. Ausführlichere Berichte gibt es dann wenn wir wieder da sind.

Nur so viel, wir hatten eine erst ziemlich gemütliche Busreise und die letzten 2 Stunden haben wir zwischen Gepäckstücken, neben der Toilette verbracht. Nach zwei Nächten in einem Loch in Ao Nang bekamen wir ein tolles Upgrade mit tollen Ausblick.

Unser Thailand-Fazit: Der Abschied ist uns nicht schwer gefallen. Der Tourismus verdirbt hier nicht nur das Land, sondern auch die Menschen. Im Norden soll es noch die thailändische Freundlichkeit geben. Beim nächsten mal.
Der Süden ist ein Paradies, aber nur von ganz weit weg. Was bringt mir der schönste Strand wenn ich ihn vor lauter Menschen nicht sehen kann.

Back to the Future

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Sehr kompliziert, in 4 Stunden, 300 Bht Taxi-Ausgabe und trotzdem mit einem langen Fußmarsch verbunden, haben es Robert und Ben geschafft uns Bustickets zu besorgen. Leider geht es nicht nach Krabi, da auf Auskunft des Busbahnhofs Krabi: „voll“ ist 🙂 Deshalb fahren wir 70 km weiter südlich nach Trang. Von dort kommen wir auch zu unserem eigentlichen Ziel. 12 Stunden Busfahrt. Um 6:50 Uhr müssen wir Vorort sein. Jetzt habe ich noch die Möglichkeit 4:45 Minuten zu schlafen.

Hat jemand bereits einen genaueren Blick auf das Ticket geworfen? Wir dachten, dass wir nur 5 Stunden Zeitverschiebung haben, aber nein, es sind 543 Jahre und 5 Stunden. In budhistischen Ländern beginnt die Zeitrechnung mit dem Tod Budhas, also vor 2554 Jahren. In Thailand und Laos begann die Zeitrechnung 1 Jahr spaeter, mit dem Übertritt Budhas in das Nirwana. Spannend!

Guts Nächtle

Mulle

Mit uns unterwegs war oder ist immer noch Mulle (Danke Evchen und Mucki). Hier eine kleine fotografische Zusammenfassung 😉

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Wer die Oper nicht gesehen hat, war nicht in Australien!

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Während unerer Zeit in Adelaide haben wir gemeinsam am Maslin Beach rumgehangen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

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Immer dabei, in der ersten Reihe, hatte Mulle wie wir genug von der Nullabor Plain. Gemeinsam haben wir zwei Break Downs, fiese Abschleppdienste und eine Nacht auf dem Schrottplatz überstanden.

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Nach der Nullabor Plain wolten wir nur noch am Strand ausspannen, was wir in Esperance mehr als ausgekostet haben.

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Auf dem Weg nach Perth hielten wir in Fremantle, um uns unter anderem das älteste Gebäude von Western Australia anzuschauen. Ein Haus mit acht Ecken „Round House“ zu nennen ist schon merkwürdig.

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Mit dem Uluru verhält es sich wie mit der Oper: Warste nicht da, warste nicht in Australien 😉 Bevor es also noch einmal richtig anpacken hieß, unternahmen wir einem Trip zum Uluru, der wie nichts anderes für Australien und insbesondere das Outback steht.

Auch in Asien sind Mulle und Floppy (danke Schwesterherz :*) von der Partie. Mal sehen, wie es mit dem Fotografieren klappt. Wir wollen ja nicht den Zorn der Götter auf uns ziehen 😉

Bangkok ist crazy

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Unser erster Tag in Bangkok sah so aus, dass ich anfangs das Bett nicht verlassen wollte. Ich war immer noch so erledigt von der Anreise. Schließlich habe ich mich dann trotzdem rausgequält und wir haben uns dieser brütenden und dunstigen Hitze gestellt. In der gesamten Zeit habe ich noch nicht einmal die Sonne gesehen. Durch den vielen Smog blieb uns eben diese voellig verborgen. Wobei ich auch glücklich darüber bin, da ich nicht weiß, ob ich es dann durchstehen würde mich länger als 4 Stunden draußen aufzuhalten. Noch nie in meinem Leben bin ich dermaßen zerschmolzen wie es hier der Fall ist. Der April ist zusätzlich auch noch der heißeste Monat des Jahres. Selbst nachts sind es immer noch 31 Grad und die Luftfeuchtigkeit muss bei gefühlten 200% liegen.

Insgesamt sind die Thais in Bangkok ganz gewifte Burschen. Mit immer wieder denselben Methoden versuchen sie Touries das Geld aus den Rippen zu leiern. Zum Beispiel Tuk Tuk’s. Tuks Tuk’s oder eher Samosir, erhielten ihren Namen von den Geräuschen die sie machen. Diese motorisierten Dreiräder sehen lustig aus und machen Spaß, aber sie stinken und sind eine der größten Fallen, um Opfer eines Betruges (Scam) zu werden. John und Shona hatten uns bereits darauf vorbereitet, dass der Tuk Tuk-Fahrer versuchen wird uns in einen Shop zu fahren, wir uns dort für 5 Minuten umsehen sollen, um uns dann zu unseren eigentlichen Zie zu bringenl. An Tag 1 verließen wir das Hotel und es dauerte keine 2 Sekunden und wir wurden von einem Tuk Tuk-Fahrer angesprochen. Robert handelte 60 Bht aus. 3 Straßen weiter fährt er plötzlich links ran und fragt uns, ob er mit uns zu einem Shop fahren könnte. Er würde dafür einen Spritgutschein bekommen und wir müssten auch nichts kaufen, nur schauen. OK… Wir bei dem Shop angekommen, was übrigens ein Herrenschneider war, und schauen uns um. Die Thais vermeiden es gerne Frauen anzusprechen, besonders wenn sie ihnen einen Mann vorziehen können. So geschah es auch dort. Ich hatte gar nicht so recht verstanden, aber Robert meinte nur noch zu mir, dass wir rausgehen sollten. Wir wurden anstandslos weitergefahren. Auf der Fahrt erzählte mir Robi, dass der Verkäufer ihn auf einen Kauf ansprach und Robi meinte, dass wir nur schauen. Darauf erwiederte der Verkäufer, dass man sich im Museum umschauen kann aber nicht in seinem Shop. Wir sind noch zwei mal Tuk Tuk (ohne Shops) gefahren und mussten jedes mal wieder die Erfahrung machen, dass es vollkommen überteuerte Angebote sind und um einiges kostenintensiver, als ein Taxi. Aber auch Taxifahrer sind gewieft. Wir wussten, dass Taxifahrer innerhalb der Stadt nicht mehr als 100 Bht nehmen können. Als Robi und ich an einem Regentag wieder zum Hotel fahren wollten versuchten wir ein Taxi zu finden, dass uns für 60 Bht zum Hotel fährt. Keine Chance! Der Verkehr wäre zu heftig blablabla. Wir wurden immer wieder abgewiesen, bis wir doch auf die 100 Bht eingegangen sind. Die Jungs weigern sich auch vehement das Taximeter anzustellen. Manches mal haben wir Angebote von 200 Bht bekommen, wufür 60 Bht angemessen gewesen wären. Es ist immer noch supergünstig. 200 Bht sind einfach mal 4,86 Euro und das ist lächerlich.

Ein weiteres Beispiel für Abzocke: Du gehst zu einer Sehenswürdigkeit oder sogar zum Einkaufszentrum und die Tuk Tuk-Fahrer halten dich an und sagen dir, dass genau heute geschlossen ist, aber sie hätten eine ganz tolle Ersatztour für dich. Besonders Robi und Ben werden immer wieder angesprochen. Die Tattoos geben jeden einen leichten Einstieg. Am Anfang lässt man sich noch auf Gespräche ein, aber das wird weniger und weniger. Es ist wirklich unhöflich Thais anzustarren, aber so wie sie Robert und Ben anstarren und teilweise sogar betatschen, naja ich weiß nicht.

Neben diesen ganzen Geschichten gibt es auch viele wunderbare Dinge. Das Essen ist einfach fantastisch. Meistens kaufen wir unser Essen von den Garküchen an der Strasse. Fleisch, Fisch, Nudeln, Reis und viele viele Früchte für sehr sehr wenig Geld. Wir bekommen wirklich gutes Essen für 2 Euro. Und obwohl die Stadt dreckig, stickig und grau ist, erscheint sie trotzdem bunt. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Hier und dort strahlen Tempel in allen Farben und so gut wie an jeder Ecke oder an Hälsen von Thai-Frauen sieht man das Portrait des Königs. Der wird hier abgrundtief verehrt. Es ist z.B. erlaubt ein Foto von Portraits zu machen, aber wenn du dich mit dem König fotografieren lassen möchtest, dann bitte schön mit Hemd und ohne viele Emotionen. Ansonsten sind alle unwahrscheinlich freundlich. Nicht ohne Grund wird Thailand, als Land des Lächelns bezeichnet.

Im Großen und Ganzen denke ich, dass jetzt das wahre Abenteuer beginnt. Diese Kultur ist einfach so anders und an jeder Ecke wartet das nächste Fettnäpfen oder eben auch Betrüger. Englisch sprechen die wenigsten und auch öffentliche Verkehrsmittel zu organisieren ist nicht so einfach. Morgen gehen wir zur Post und hoffen ein Busticket nach Krabi zu bekommen. Nach fast einer Woche Bangkok reicht es langsam. Wir wollen Strand! Also Daumen feste drücken!

Brisbane – Singapur – Bangkok

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Nach ein paar Tagen Asien möchte ich langsam beginnen alle Erfahrungen zu schildern, wobei ich mir jetzt schon sicher bin, dass ich die Hälfte vergesse. Das sind dann die Infos für daheim!

Am 29.3 sind wir ziemlich früh (zumindest für unsere Verhältnisse ;)), um 9 Uhr zum Flugplatz aufgebrochen und mit kleinen 10 Minuten Verspätung, um 12:20 Uhr gestartet. Der Flug war absolut in Ordnung. Mit dem medialen Unterhaltungsprogramm kann es einfach nicht langweilig werden. Nur zur Nahrungsaufnahme haben wir unsere Filme unterbrochen und ab und zu wehleidige Blicke nach unten geworfen. Wir sind wirklich eine lange Zeit über Australien geflogen und erst da oben wurde uns klar, dass unsere Australienreise ein Ende hatte. Und auch wenn wir harte Zeiten hatten, haben wir so viele tolle Dinge gesehen und erlebt, tolle Menschen kennen gelernt und eine unvergessliche Zeit gehabt. Wer weiss, ob wir jemals wiederkommen. Obwohl wir letztlich doch in allen Staaten Australiens waren, fehlt mir immer noch diese verdammte Westküste.

Um 18 Uhr Singaporzeit landeten wir in Singapur. Wir hatten bereits zuvor einiges über Singapor gehört: alles sehr sauber, bloss keinen Kaugummi kauen usw. Noch im Flieger hörten wir bei einer der Durchsagen, dass wir einen Einreisezettel ausfüllen müssen. Nach Rückfrage bei unserer Flugbegleiterinnen, teilte uns diese mit, dass wir es nicht ausfüllen müssen, da wir nach Bangkok weiterfliegen. Die Sauberkeit sollte sich bestätigen. Wow, überall wurde gekehrt, auf- und eingesammelt. Überall schicker Teppich im DDR-Design uuuund es gab eine selbstspülende Toilette. Nachdem wir das alles erkundet hatten, wollten wir unser Gepäck abholen und zum Gate unseres Anschlussfluges laufen. Haha! Keiner läuft zum Gepäckband ohne Einzureisen. Also mussten wir doch den Einreiseschriebs ausfüllen. Nachdem wir dieses getan hatten, hielten wir unser 30 Tage-Visum in der Hand. Und das alles nur, um unser Gepäck holen zu können. OK, anschließend mussten wir unser Gepäck wiedermal prüfen lassen, um den Flugplatz quasie wieder betreten zu können. Mit dem Skytrain fuhren wir schließlich zu unserem Gate und mussten darauf wieder unser Pässe vorzeigen, da wir das Land ja wieder verlassen wollten. 22:10 Uhr sollte unser Flieger nach Bangkok gehen. Dafür mussten wir uns nochmals einer Kontrolle unterziehen. Ernsthaft, in Singapur kannst du deinen Pass wir einen Busfahrausweis, um den Hals tragen.

Ich weiß gar nicht mehr um wie viel Uhr wir in Bangkok ankamen. Es war auf jeden Fall sehr sehr spät und ich suuuupermüde. Im Flieger selbst bekamen wir noch eine ordentliche Portion Angst, da wir in unseren Reiseführer gelesen hatten, dass es sein kann, dass man bei der Einreise nach einem Ticket gefragt wird, welches nachweist, dass man Bangkok wieder verlässt. Wenn man dieses nicht besitzt kann die Behörde die Einreise verbieten. Aaaahhh!!!!! Nun gut, total müde haben wir uns zittrig zur Passkontrolle gemacht. Pass hingeben, kein Hallo, Foto gemacht, Pass zurückgegeben und eingereist. Wuhhuuuuu… Nachdem wir ein Taxi für 500 Bht (viel zu viel) gefunden hatten und endlich in unserem traumhaften Hotel angekommen waren, konnte unser 17 Stunden-Journey, als beendet betrachtet werden.

Übrigens ist unser Hotel wirklich süß. Auch wenn unser Zimmer kein Fenster hat, ist es super stylish, gemütlich und wir haben Klimatisierung. Wichtig!!!!