Klingt wie der Anfang von einem schlechten Witz oder? 🙂 Arnoldo aus Texas lernten wir in Otres kennen. Er ist für zwei Jahre in Battambang, um Englisch zu unterrichten. Peace Chore! Außerdem hat er Kunst studiert und engagiert sich aktiv für die lokale Kunstszene. Er erzählte uns, dass am ersten Freitag jeden Monats der „Art Walk“ stattfindet. Ein kleines Kunstfestival, das noch in den Kinderschuhen steckt, wie die gesamte Kuenstlerszene in Battambang. Bevor der Khmer Rouge Herrschaft kamen die talentiertesten Künstler aus Battambang. Jedoch überlebte keiner und so entwickelt sich hier langsam etwas neues und sehr schönes! Das war Grund genug uns das nicht entgehen zu lassen und reisten gemeinsam mit Piotrek am 1. Mai nach Battambang.
Unsere Unterkunft, dass „My Homestay“, befand sich etwas außerhalb der City, direkt vor dem Wohnhaus des Besitzers. Wir kamen gegen 21 Uhr an und obwohl wir für den darauffolgenden Tag gebucht hatten zauberte er uns ein typisches Khmer Essen auf den Tisch. Amok ist eine Art Curry, welches als Hauptzutat Fisch enthält. Serviert wurde uns das Fischamok im Bananenblatt und Reis. Soooo lecker! Danach erklärte er uns, dass wir nun Teil seiner Familie sind. Dementsprechend hat er sich um uns gekümmert. Immer mal gab es kleine Bananen oder Mango.
Im Buchungspreis war kein Frühstück vorgesehen, bekommen haben wir es trotzdem. Er wollte uns die Khmer Küche nahe bringen. Der Gedanke morgens Reis oder ähnliches zu essen passte nun so gar nicht zu meinen süßen Frühstücksgewohnheiten. Letztlich gab es drei verschiedene Frühstücksvarianten und jedes mal waren wir begeistert. Am Tag 1 gab es eine klare Nudelsuppe. Zutaten wie Gemüse oder Gewürze worden seperat gereicht. So konnte ich selbst entscheiden, ob es eine süße oder würzige Suppe werden soll. Der Tag 2 wurden mit gebratenen Nudeln gestartet. Ganz typisch wie man das Gericht aus Asien kennt. Das Frühstück des dritten Tages hat mir am meisten zugesagt. Leider habe ich den Namen vergessen. Es ist eine Art Eierkuchen, der für Vegetarier mit Sprossen oder eben mit Fleisch gefüllt wird. Dazu gibt es einen großen Teller mit verschiedenen Gemüse und eine süße Soße mit Erdnüssen.
Als sehr nützlich sollte sich der hauseigene Tuk Tuk – Service erweisen. Chang sprach sehr gutes Englisch, was Konversationen erleichterte und lange Zeit angesammelte Fragen konnten endlich gestellt werden. Mit ihm waren wir Bamboo Train fahren, auf einer sehr kleinen Weinverkostung, sahen eine Tempelanlage, eine Killing Cave, haben Millionen von Fledermäuse beobachtet, besuchten mehrere Handwerksbetriebe und so weiter. Es war wirklich sehr informativ.
Ansonsten haben wir uns mit Arnoldo getroffen, Galerien bestaunt, einige Künstler aus Battambang kennenlernen dürfen und den Art Walk besucht. 5 Tage später haben wir schweren Herzens Battambang verlassen. Arnoldo hat uns versprochen uns in Berlin zu besuchen. Ich bin gespannt. Es wäre klasse!
