Sooo nach Boris Ermahnung mache ich mich heute ans Werk um so einiges nachzuholen. Allerdings werden die Einträge nicht mehr soooo lang und leider auch keine Bilder :/ Unser Laptop hat den Geist aufgegeben.
Aber nun erst mal ein paar Infos was uns in Adelaide so wiederfahren ist. Untergekommen sind wir im selben Hostel wie zuvor. Klein aber fein. Alles sehr persönlich. Jeder grüßt jeden usw. Einfach eine tolle Atmosphäre und ein geeigneter Platz, um von der Arbeit zu kommen, noch ein Schwätzchen zu halten und sich einfach heimisch zu fühlen. Nach solch einen langen oder viel zu kurzen Zeit ist es auch immer wieder schwer Good Bye zu sagen. Wir haben tolle Menschen kennen gelernt und ich bin mir sicher, dass wir uns mit etwas Pflege von beiden Seiten wiedersehen werden!
Für fast die gesamte Zeit waren wir ein großes Workinghostel! Während der Festivalsaison herrscht in Adelaide Hochbetrieb. Wir waren auf dem Garden of Unearthly Delight, dem Clipsale und dem WomAdelaide vertreten. Neben dieser Tätigkeit hatte ich außerdem die Ehre für Nicks Catering Company zu arbeiten! Jeden Montag hunderte von Plastecontainern abspülen. Am Mittwoch hieß es dann Frühlingsrollen und Fleischbällchen zählen. Donnerstags wurden kleine Pizzas gebacken und eines schönen Tages hatte ich es mir scheinbar verdient auch auf dem Festival zu arbeiten. Robert war natürlich sofort in die Riege der Bessergestellten aufgenommen worden 😉 Auch wenn das für ihn bedeutete, das er mitunter 70 Stunden die Woche arbeitete und 2 1/2 Wochen kein frei hatte. Hätte ich nur auch so viel arbeiten dürfen, wir wären reich! Meine Karriere auf dem Festival startete damit, dass ich alle Vorbereitungen für den Pizzabelag treffen musste. Falls ich keine Arbeit finden sollte, dann könnte ich es sicher beim Fleischer probieren. Es ist schon ziemlich makaber, dass ich als Vegie Tonnen von Schinken schnippeln musste. Das Messer und die Fleischschneidemaschine haben sich an meinen Fingern gerecht. Autsch!!!! Vielleicht lieber doch keine Fleischereifachverkauferin.
Nach Wochen hatte ich den Aufstieg zur Pizzabäckerin gescchafft und dann war es auch schon wieder vorbei. Besonders für Robi hat es mich gefreut. Ich war auch erleichtert, aber ich hatte mich lange nicht so verausgabt wie er oder Toyah. Das kommt davon wenn man seinen Job zu gut macht 😉 Oder wenn dein Chef niemand anderen was zutraut.
Am Ende hatten wir sogar ein kleines Abschiedskomitee und Xanthos, mit dem wir zusammen gearbeitet haben, hat Robert, Rachel und mich zum Flugplatz gefahren. So ging es nach knapp 6 Wochen nach Melbourne.
