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Bangkok ist crazy

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Unser erster Tag in Bangkok sah so aus, dass ich anfangs das Bett nicht verlassen wollte. Ich war immer noch so erledigt von der Anreise. Schließlich habe ich mich dann trotzdem rausgequält und wir haben uns dieser brütenden und dunstigen Hitze gestellt. In der gesamten Zeit habe ich noch nicht einmal die Sonne gesehen. Durch den vielen Smog blieb uns eben diese voellig verborgen. Wobei ich auch glücklich darüber bin, da ich nicht weiß, ob ich es dann durchstehen würde mich länger als 4 Stunden draußen aufzuhalten. Noch nie in meinem Leben bin ich dermaßen zerschmolzen wie es hier der Fall ist. Der April ist zusätzlich auch noch der heißeste Monat des Jahres. Selbst nachts sind es immer noch 31 Grad und die Luftfeuchtigkeit muss bei gefühlten 200% liegen.

Insgesamt sind die Thais in Bangkok ganz gewifte Burschen. Mit immer wieder denselben Methoden versuchen sie Touries das Geld aus den Rippen zu leiern. Zum Beispiel Tuk Tuk’s. Tuks Tuk’s oder eher Samosir, erhielten ihren Namen von den Geräuschen die sie machen. Diese motorisierten Dreiräder sehen lustig aus und machen Spaß, aber sie stinken und sind eine der größten Fallen, um Opfer eines Betruges (Scam) zu werden. John und Shona hatten uns bereits darauf vorbereitet, dass der Tuk Tuk-Fahrer versuchen wird uns in einen Shop zu fahren, wir uns dort für 5 Minuten umsehen sollen, um uns dann zu unseren eigentlichen Zie zu bringenl. An Tag 1 verließen wir das Hotel und es dauerte keine 2 Sekunden und wir wurden von einem Tuk Tuk-Fahrer angesprochen. Robert handelte 60 Bht aus. 3 Straßen weiter fährt er plötzlich links ran und fragt uns, ob er mit uns zu einem Shop fahren könnte. Er würde dafür einen Spritgutschein bekommen und wir müssten auch nichts kaufen, nur schauen. OK… Wir bei dem Shop angekommen, was übrigens ein Herrenschneider war, und schauen uns um. Die Thais vermeiden es gerne Frauen anzusprechen, besonders wenn sie ihnen einen Mann vorziehen können. So geschah es auch dort. Ich hatte gar nicht so recht verstanden, aber Robert meinte nur noch zu mir, dass wir rausgehen sollten. Wir wurden anstandslos weitergefahren. Auf der Fahrt erzählte mir Robi, dass der Verkäufer ihn auf einen Kauf ansprach und Robi meinte, dass wir nur schauen. Darauf erwiederte der Verkäufer, dass man sich im Museum umschauen kann aber nicht in seinem Shop. Wir sind noch zwei mal Tuk Tuk (ohne Shops) gefahren und mussten jedes mal wieder die Erfahrung machen, dass es vollkommen überteuerte Angebote sind und um einiges kostenintensiver, als ein Taxi. Aber auch Taxifahrer sind gewieft. Wir wussten, dass Taxifahrer innerhalb der Stadt nicht mehr als 100 Bht nehmen können. Als Robi und ich an einem Regentag wieder zum Hotel fahren wollten versuchten wir ein Taxi zu finden, dass uns für 60 Bht zum Hotel fährt. Keine Chance! Der Verkehr wäre zu heftig blablabla. Wir wurden immer wieder abgewiesen, bis wir doch auf die 100 Bht eingegangen sind. Die Jungs weigern sich auch vehement das Taximeter anzustellen. Manches mal haben wir Angebote von 200 Bht bekommen, wufür 60 Bht angemessen gewesen wären. Es ist immer noch supergünstig. 200 Bht sind einfach mal 4,86 Euro und das ist lächerlich.

Ein weiteres Beispiel für Abzocke: Du gehst zu einer Sehenswürdigkeit oder sogar zum Einkaufszentrum und die Tuk Tuk-Fahrer halten dich an und sagen dir, dass genau heute geschlossen ist, aber sie hätten eine ganz tolle Ersatztour für dich. Besonders Robi und Ben werden immer wieder angesprochen. Die Tattoos geben jeden einen leichten Einstieg. Am Anfang lässt man sich noch auf Gespräche ein, aber das wird weniger und weniger. Es ist wirklich unhöflich Thais anzustarren, aber so wie sie Robert und Ben anstarren und teilweise sogar betatschen, naja ich weiß nicht.

Neben diesen ganzen Geschichten gibt es auch viele wunderbare Dinge. Das Essen ist einfach fantastisch. Meistens kaufen wir unser Essen von den Garküchen an der Strasse. Fleisch, Fisch, Nudeln, Reis und viele viele Früchte für sehr sehr wenig Geld. Wir bekommen wirklich gutes Essen für 2 Euro. Und obwohl die Stadt dreckig, stickig und grau ist, erscheint sie trotzdem bunt. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Hier und dort strahlen Tempel in allen Farben und so gut wie an jeder Ecke oder an Hälsen von Thai-Frauen sieht man das Portrait des Königs. Der wird hier abgrundtief verehrt. Es ist z.B. erlaubt ein Foto von Portraits zu machen, aber wenn du dich mit dem König fotografieren lassen möchtest, dann bitte schön mit Hemd und ohne viele Emotionen. Ansonsten sind alle unwahrscheinlich freundlich. Nicht ohne Grund wird Thailand, als Land des Lächelns bezeichnet.

Im Großen und Ganzen denke ich, dass jetzt das wahre Abenteuer beginnt. Diese Kultur ist einfach so anders und an jeder Ecke wartet das nächste Fettnäpfen oder eben auch Betrüger. Englisch sprechen die wenigsten und auch öffentliche Verkehrsmittel zu organisieren ist nicht so einfach. Morgen gehen wir zur Post und hoffen ein Busticket nach Krabi zu bekommen. Nach fast einer Woche Bangkok reicht es langsam. Wir wollen Strand! Also Daumen feste drücken!

Brisbane – Singapur – Bangkok

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Nach ein paar Tagen Asien möchte ich langsam beginnen alle Erfahrungen zu schildern, wobei ich mir jetzt schon sicher bin, dass ich die Hälfte vergesse. Das sind dann die Infos für daheim!

Am 29.3 sind wir ziemlich früh (zumindest für unsere Verhältnisse ;)), um 9 Uhr zum Flugplatz aufgebrochen und mit kleinen 10 Minuten Verspätung, um 12:20 Uhr gestartet. Der Flug war absolut in Ordnung. Mit dem medialen Unterhaltungsprogramm kann es einfach nicht langweilig werden. Nur zur Nahrungsaufnahme haben wir unsere Filme unterbrochen und ab und zu wehleidige Blicke nach unten geworfen. Wir sind wirklich eine lange Zeit über Australien geflogen und erst da oben wurde uns klar, dass unsere Australienreise ein Ende hatte. Und auch wenn wir harte Zeiten hatten, haben wir so viele tolle Dinge gesehen und erlebt, tolle Menschen kennen gelernt und eine unvergessliche Zeit gehabt. Wer weiss, ob wir jemals wiederkommen. Obwohl wir letztlich doch in allen Staaten Australiens waren, fehlt mir immer noch diese verdammte Westküste.

Um 18 Uhr Singaporzeit landeten wir in Singapur. Wir hatten bereits zuvor einiges über Singapor gehört: alles sehr sauber, bloss keinen Kaugummi kauen usw. Noch im Flieger hörten wir bei einer der Durchsagen, dass wir einen Einreisezettel ausfüllen müssen. Nach Rückfrage bei unserer Flugbegleiterinnen, teilte uns diese mit, dass wir es nicht ausfüllen müssen, da wir nach Bangkok weiterfliegen. Die Sauberkeit sollte sich bestätigen. Wow, überall wurde gekehrt, auf- und eingesammelt. Überall schicker Teppich im DDR-Design uuuund es gab eine selbstspülende Toilette. Nachdem wir das alles erkundet hatten, wollten wir unser Gepäck abholen und zum Gate unseres Anschlussfluges laufen. Haha! Keiner läuft zum Gepäckband ohne Einzureisen. Also mussten wir doch den Einreiseschriebs ausfüllen. Nachdem wir dieses getan hatten, hielten wir unser 30 Tage-Visum in der Hand. Und das alles nur, um unser Gepäck holen zu können. OK, anschließend mussten wir unser Gepäck wiedermal prüfen lassen, um den Flugplatz quasie wieder betreten zu können. Mit dem Skytrain fuhren wir schließlich zu unserem Gate und mussten darauf wieder unser Pässe vorzeigen, da wir das Land ja wieder verlassen wollten. 22:10 Uhr sollte unser Flieger nach Bangkok gehen. Dafür mussten wir uns nochmals einer Kontrolle unterziehen. Ernsthaft, in Singapur kannst du deinen Pass wir einen Busfahrausweis, um den Hals tragen.

Ich weiß gar nicht mehr um wie viel Uhr wir in Bangkok ankamen. Es war auf jeden Fall sehr sehr spät und ich suuuupermüde. Im Flieger selbst bekamen wir noch eine ordentliche Portion Angst, da wir in unseren Reiseführer gelesen hatten, dass es sein kann, dass man bei der Einreise nach einem Ticket gefragt wird, welches nachweist, dass man Bangkok wieder verlässt. Wenn man dieses nicht besitzt kann die Behörde die Einreise verbieten. Aaaahhh!!!!! Nun gut, total müde haben wir uns zittrig zur Passkontrolle gemacht. Pass hingeben, kein Hallo, Foto gemacht, Pass zurückgegeben und eingereist. Wuhhuuuuu… Nachdem wir ein Taxi für 500 Bht (viel zu viel) gefunden hatten und endlich in unserem traumhaften Hotel angekommen waren, konnte unser 17 Stunden-Journey, als beendet betrachtet werden.

Übrigens ist unser Hotel wirklich süß. Auch wenn unser Zimmer kein Fenster hat, ist es super stylish, gemütlich und wir haben Klimatisierung. Wichtig!!!!

Einfach Brisbane

Ich weiß gar nicht was ich groß zu Brisbane schreiben soll. Kleines, feines Kleinstadtstädtchen, welches man in zwei Tagen ausgekundschaftet hat. Oder viel mehr, wenn man Geld sparen möchte. Leider waren wir viiiieeeeel zu lange dort. Ganze 6 Tage. Die meiste Zeit haben wir damit verbracht die Mall hoch und runter zu laufen und die letzten Vorbereitungen für Asien zu treffen.

Ansonsten habe wir uns die Lagune (die armen haben keinen hübschen Strand in der Nähe) angeschaut, waren im Museum und sind generell durch die Innenstadt geschlendert.
Meinen Geburtstag in einer der langweiligsten Städte Australien zu feiern war letztlich gar nicht so übel. Robi und ich waren Sushi essen, im Kino und ich habe mein mir selbst ausgewähltes Geschenk erhalten.

Unser Hostel war zwar super gelegen, aber ansonsten nicht der Burner. Es gehört zur Base-Kette die in Australien zu den Deluxe-Hostels gehört, allerdings nicht in Brisbane. Die Mitarbeiter wirklich super nett, aber das Zimmer und mal wieder die Küche zum Angst kriegen. Dagegen waren unsere Room-Mates kaum spürbar. Besonders Lisa hat mich mit ihrem 16Stunden-Schlafmarathon mehr als beeindruckt.

Am 29. ging es dann ENDLICH zum Flugplatz. Dazu mehr beim nächsten mal!

Gute Nacht sagen Robi und Anja

Eine 2. Chance für Melbourne

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Nachdem wir beim ersten mal nicht so viel Glück mit dem Wetter hatten und Robi so gar nicht begeistert war, wollten wir es noch einmal probieren.
Unsere Unterkunft hatten wir schon mal in die City verschoben. Gleich um die Ecke meines alten Hostels, sind wir im Elephant untergekommen. Das Zimmer war klasse, aber der Rest! Küche und TV-Raum befanden sich im Keller. So haben sich unsere einzigen Aktivitäten in diesem Bereich auf Frühstücken begrenzt. Pfui! Ich weiß auch nicht wo die ganzen assligen Backpacker herkamen. Die Klamotten werden in Australien einfach nicht sauber, aber soooo dreckig? Den Fußpilz konnte ich förmlich riechen. Wer läuft bitte schön barfuss durch süffige Bäder und noch dreckigere Küchen. Würgh! Aber wie gesagt, im Hostel waren wir nur zum Essen und Schlafen. Ansonsten sind wir sehr viel gelaufen.

Nachdem wir die Streetartszene beim letzten mal völlig ausgelassen hatten, waren wir dieses mal aktiv auf der Suche. Besonders in Fitzroy gab es eine Menge künstlerisches Potenzial. Generell hat es mir in diesem Teil besonders gut gefallen. Nicht so weit weg von der City, nicht so sauber, Cafés und Vintage-Läden prägen die Straßen. Ein bisschen Berlin in Australien.
Nach 7 Wochen Strandabstinenz waren wir auch dort noch einmal. Der Strand ist allerdings auch beim dritten Melbournebesuch immer noch oll und stinkt. Der Luna-Park war leider geschlossen.

Unser absolutes Highlight war der Skytower! Für schlappe 12 Dollar sind wir mit einem ziemlich schnellen Aufzug 300 Meter hoch, in die 88 Etage gezischt. Von dort hatten wir einen wunderschönen Blick über Melbourne, das Meer bis zu den Bergen. Gegen 19 Uhr suchten wir uns eine gemütliche Ecke und haben den Sonnenuntergang genosssen. Wow! Da kommt leider auch unser toller TV-Tower nicht gegen an 😉

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Was ich bisher nicht erwähnt habe, dass WIR, waren nicht nur Robi und ich, sondern auch Olli und Steven. Freunde von Robert. Zusammen hatten wir wirklich eine Menge Spaß und einen beinahe Hostelrausschmiss. Aber das ist eine andere Geschichte.

Adelaide hatte uns wieder

Sooo nach Boris Ermahnung mache ich mich heute ans Werk um so einiges nachzuholen. Allerdings werden die Einträge nicht mehr soooo lang und leider auch keine Bilder :/ Unser Laptop hat den Geist aufgegeben.

Aber nun erst mal ein paar Infos was uns in Adelaide so wiederfahren ist. Untergekommen sind wir im selben Hostel wie zuvor. Klein aber fein. Alles sehr persönlich. Jeder grüßt jeden usw. Einfach eine tolle Atmosphäre und ein geeigneter Platz, um von der Arbeit zu kommen, noch ein Schwätzchen zu halten und sich einfach heimisch zu fühlen. Nach solch einen langen oder viel zu kurzen Zeit ist es auch immer wieder schwer Good Bye zu sagen. Wir haben tolle Menschen kennen gelernt und ich bin mir sicher, dass wir uns mit etwas Pflege von beiden Seiten wiedersehen werden!

Für fast die gesamte Zeit waren wir ein großes Workinghostel! Während der Festivalsaison herrscht in Adelaide Hochbetrieb. Wir waren auf dem Garden of Unearthly Delight, dem Clipsale und dem WomAdelaide vertreten. Neben dieser Tätigkeit hatte ich außerdem die Ehre für Nicks Catering Company zu arbeiten! Jeden Montag hunderte von Plastecontainern abspülen. Am Mittwoch hieß es dann Frühlingsrollen und Fleischbällchen zählen. Donnerstags wurden kleine Pizzas gebacken und eines schönen Tages hatte ich es mir scheinbar verdient auch auf dem Festival zu arbeiten. Robert war natürlich sofort in die Riege der Bessergestellten aufgenommen worden 😉 Auch wenn das für ihn bedeutete, das er mitunter 70 Stunden die Woche arbeitete und 2 1/2 Wochen kein frei hatte. Hätte ich nur auch so viel arbeiten dürfen, wir wären reich! Meine Karriere auf dem Festival startete damit, dass ich alle Vorbereitungen für den Pizzabelag treffen musste. Falls ich keine Arbeit finden sollte, dann könnte ich es sicher beim Fleischer probieren. Es ist schon ziemlich makaber, dass ich als Vegie Tonnen von Schinken schnippeln musste. Das Messer und die Fleischschneidemaschine haben sich an meinen Fingern gerecht. Autsch!!!! Vielleicht lieber doch keine Fleischereifachverkauferin.

Nach Wochen hatte ich den Aufstieg zur Pizzabäckerin gescchafft und dann war es auch schon wieder vorbei. Besonders für Robi hat es mich gefreut. Ich war auch erleichtert, aber ich hatte mich lange nicht so verausgabt wie er oder Toyah. Das kommt davon wenn man seinen Job zu gut macht 😉 Oder wenn dein Chef niemand anderen was zutraut.

Am Ende hatten wir sogar ein kleines Abschiedskomitee und Xanthos, mit dem wir zusammen gearbeitet haben, hat Robert, Rachel und mich zum Flugplatz gefahren. So ging es nach knapp 6 Wochen nach Melbourne.

Schweitzerisch-deutscher Ausflug zum Uluru

Nachdem ich wieder etwas saumselig mit der Aktualität meiner Beiträge war, nähern wir uns allmählich wieder der Gegenwart.
Ziemlich kurz, nämlich zwei Tage nach unserer Ankunft, entschieden wir uns mit Jana (Deutsch), Michael (Schweizer) und Roger (Schweizer) einen Trip in die Mitte Australiens zu starten. Wir hatten noch eine Woche bis zum Arbeitsbeginn und ob wir nun eine Woche Unterkunft zahlen und rumhängen oder eine Woche ein Auto mieten und noch etwas erleben hat finanziell kaum einen Unterschied gemacht. So haben wir uns ganz spontan am Dienstag letzte Woche entschieden am Mittwoch ein Auto zu mieten loszudüsen. Wie der Zufall es wollte, konnten wir auch noch am selben Abend ein 4Mann-Zelt auf Gumtree (australisches Ebay-Kleinanzeigen) für schlappe 50 Dollar ersteigern. Die Schweizer hatten ihr eigenes Auto und wir wollten uns einen kleinen Toyota Yaris mieten. Allerdings hatte uns die Dame bei der telefonischen Vorbestellung einige Kosten unterschlagen, weshalb wir uns allesamt dafür entschieden zu fünft im Ford Falcon zu fahren. Ganz gegen mein Misstrauen von zu eng und zu heiß war es beinahe komfortabel. Dieses Auto war gegen unseren Van ein Luxusmodell. Es hatte Klima, wir konnten schneller als 70 km/h fahren und sogar elektrische Fensterheber gehörten zur Ausstattung. Wir sind die Straße entlang geflogen und auch ich durfte wieder auf´s Gas treten und endlich einen Roadtrain überholen. Wuhuuuuu… Man stelle sich vor: In South Australia ist es erlaubt mit drei Anhängern zu fahren und in Northern Terretory sogar mit fünf. Unglaublich diese Teile. Dieses Mal waren die Straßen nicht nur von toten Kängurus, sondern auch von toten Kühen gesäumt und dann wird deutlich was diese Roadtrains für eine Kraft haben.

Am ersten Tag ging es wirklich nur darum das Auto zu mieten, einkaufen zu gehen, Schlafsäcke + Iso-Matten zu besorgen und zum ersten Schlafplatz zu gelangen. Das lustige war, dass wir exakt denselben Weg einschlugen und dieselben Campingplätze ansteuerten wie ich es damals bereits getan hatte. In meiner Erinnerung hatte Schlafort Nr. 1 Rasen, aber dem war leider nicht so. Gleich am ersten Abend haben wir uns also einen Hüftschaden zugezogen und waren ziemlich gerädert als wir später Coober Pedy erreichen sollten. Unser erstes Ziel war das ehemalige Zuhause von Crocodile Harry. Auch da war ich bereits damals gewesen, allerdings konnten wir ihn dieses Mal nicht schlafend in seinem Bett beobachten 😉 Außerdem waren es keine 2 Dollar Spende mehr, sondern 5 Dollar Eintritt. Jetzt ist es ein Quasi-Museum und ob sich sein guter Freund nun daran bereichert oder nicht sei dahingestellt. In nächster Zeit soll ein Hostel in Harrys alter Miene entstehen, mehrere Dokus stehen an und er möchte ein Becken mit Krokos anlegen. Auf jeden Fall hat er uns viele interessante Dinge aus Harrys Leben berichtet, wie er auf Krokodiljagd ging und natürlich auch seine Leidenschaft zu den Frauen, was in seinem Zuhause kaum bemerkbar ist. Außerdem hat er uns noch einige seiner Opalfunde gezeigt. Jaja, dass Opalfieber! Angeblich soll es in Coober Pedy kaum noch Frauen geben, da diese von Höhle und 50 Grad Außentemperatur die Schnauze voll haben. Wer kann es ihnen verübeln. Nach Harry haben wir uns eine fantastische Pizza bei John´s Pizza schmecken lassen. Wer hätte gedacht, dass es an solch einen Wüstenplanetenort so gute Pizza gibt. Übrigens haben wir uns diese auf dem Hin- und Rückweg schmecken lassen 😉
Insgesamt wirkt diese Stadt wirklich wie von einem anderen Planeten. Nirgends gibt es ein grünes Fleckchen. Hier und da ein Bäumchen in dessen Schatten Aborigines chillen. Ansonsten viel Staub und Sand. Nicht ohne Grund wurde hier Mad Max III, Pitch Black (das Raumschiff haben wir uns angeschaut) und viele andere Filme gedreht. Übrigens sieht man wohl bei Mad Max am Ende sogar das „Haus“ von Harry?!

Nach einer etwas erholsameren Nacht auf dem nächsten Schlafplatz, erreichten wir am Freitag den Uluru. Wuhuuuuu!!! Ich frage mich, ob ich damals schon 25 Dollar (3 Tage gültig) für den Nationalpark bezahlt habe. Mein lieber Scholli, das ist nicht wenig. Und dann schlängelten wir uns 20 km die Straße entlang, um schließlich vor diesen gewaltigen orangenen Berg (für die Schweitzer eher Hügel) zu stehen. Wie auch damals entschieden wir uns wieder für eine Umrundung. Trotz der 11 km durch die glühende Hitze waren wir trotzdem immer noch total fasziniert von der Vielfältigkeit und Größe dieses australischen Merkmals. Wie kein anderes steht der Uluru (Ayers Rock) für Australien. Leider konnten sich meine Begleiter nicht so sehr am Sonnenuntergang erfreuen wie ich 😉 Ich finde es immer noch fantastisch, wie sich das Orange zu einem dunklen Ocker verändert. Am Samstag hatten wir nicht nur Kata Tjuta (Olgas) erkundet, sondern auch Michaels Geburtstag gefeiert. Wir waren alle derselben Meinung, dass die Olgas um einiges interessanter sind, als der Uluru, da sie einfach viel mehr Abwechslung, kleine grüne Oasen, Vogelgezwitscher und viel Schatten bieten. Nach einem kurzen Walk von 3km haben wir uns dann auch schon wieder in Richtung Adelaide aufgemacht. Während unserer Rückreise lernten wir auf einem der Campinggrounds Nico aus Frankreich und Wumbe aus Äthopien kennen. Nico dreht einen Film über Diabolo und die verschiedenen Styles die es in jedem Land gibt. Ich glaube er hat bereits die gesamte Welt bereist. Unglaublich! Aus seiner Leidenschaft hat er eine Berufung gemacht. Mich hat er jedenfalls gleich bekehrt. Ich muss unbedingt ein Diabolo bekommen!!! Damit kann ich mir in Asien wunderbar die Zeit vertreiben.

Und dann waren wir auch schon fast da. Es stand nur noch der Salzsee „Lake Hart“ auf dem Programm, was so ziemlich eines der Highlights war. Dort haben wir ordentlich Fotos geschossen und uns dann endgültig vom Outback verabschiedet. Nach solch einen wunderbaren Trip, mit wunderbaren Menschen, möchte man gar nicht zurück ins Hostel und arbeiten, sondern weiterreisen – einfach weiterfahren. Leider bleibt uns das für die nächsten 4 Wochen vergönnt, aber dafür gibt es dann eine große Entschädigung 😉

Auto verkauft ergo „Normales“ Backpackerleben

Was für ein Glück, dass wir tatsächlich innerhalb kürzester Zeit unser Auto verkaufen konnten. Ich war etwas traurig, da ich das Leben und Reisen im und mit dem Auto wirklich mochte. Auch an das Campen hatte ich mich schnell gewöhnt und es sogar genossen. Wir sind mit der Sonne aufgestanden und mit der untergehenden eingeschlafen. Auch die Unabhängigkeit die wir mit dem Auto besessen haben wussten wir zu schätzen. Unterwegs lernten wir immer wieder Australier kennen und haben die verschiedensten Ansichten über die unterschiedlichsten Themen gehört. Das war überwiegend interessant und lehrreich, andererseits auch oft ziemlich engstirnig und eigensinnig.
Jedoch überwiegt der erleichterte Teil in mir. Neben den vielen tollen Erlebnissen und Erfahrungen die wir gemacht haben bin ich der Meinung, dass wir durch dieses Auto mit dem realen Backpackerleben konfrontiert wurden. Australien ist kein Land in dem die Sonne immer scheint und alle Menschen freundlich sind und dir nur das Beste wünschen. Das Reisen mit Bus und Bahn und das Leben im Hostel ist so einfach. Das wahre Leben wartet auf der Straße und Campingplätzen 😉
Das Auto sollte bis zu unserem Reiseende unser ständiger Begleiter sein. Nun war nach 4 Monaten das Kapitel Roadtrip abgeschlossen und wir waren wieder ganz gewöhnliche Backpacker, die sich um ein Zimmer im Hostel kümmern, den Raum mit 10 anderen teilen und öffentliche Verkehrsmittel nutzen müssen.

Nach 5jähriger Abstinenz und 4monatiger Autofahrt hatte ich vollkommen vergessen, dass auch Hostels ein Abenteuer sein können. Im Internet hatten wir verschiedene Seiten gecheckt, um das Hostel mit den besten Bewertungen ausfindig zu machen. Das Problem war nur, dass die meisten kein Zimmer frei hatten. So landeten wir in einem Hostel (Planet Inn – es klingt schon so nach Disco) mit 73%, was erst mal gar nicht so schlecht ist! Beim Betreten mussten wir über unterschiedlichste Backpacker steigen, die im Gang mit ihren PC´s rumlümmelten. Nach dem Einchecken fragte ich nach einem Schlüssel, worauf der Typ zu mir meinte, dass das hier alles ganz locker ist und die Wertsachen im Schrank im jeweiligen Zimmer verstaut werden. Ähm, OK… Wir hatten letztlich ein Zimmer, welches sich ziemlich nah des Backpackerknäuels auf dem Flur befand. Wie wir erfuhren gab es umsonst Internet und der WLan-Router war direkt direkt neben unserem Zimmer angebracht. Als wir unser Raum betraten war ich etwas enttäuscht, dass unsere Betten noch nicht bezogen waren. So wäre mir der Blick auf Matratze und Kissen erspart geblieben. Ich weiß ja, dass man nicht allzu viel erwarten kann, aber die Hostelbesitzer könnten doch zumindest so tun als wäre es sauber?! Auch ohne mich auf die Matratze zu legen wusste ich, dass ich am nächsten Morgen einen Hüftschaden erlitten habe und das Kissen hätte locker als Putzlappen durchgehen können. Ziemlich schnell stand für uns fest, dass wir hier nicht bleiben möchten und hatten wieder begonnen unsere Liste abzuarbeiten. Eines der wirklich gut bewerteten Hostels (92%?!?!?!?) meinte, dass wir einfach am nächsten Morgen gegen 11 Uhr vorbeikommen sollen und dann wüssten sie, ob etwas frei ist. Da wir eh noch einmal in die Stadt wollten, sind wir bei diesem vorbeigelaufen und konnten tatsächlich drei Plätze für den nächsten Tag reservieren.
Am nächsten Tag sind wir erleichtert aufgebrochen, um festzustellen, dass wir tatsächlich eine noch schlimmere Unterkunft gebucht haben. Während das andere Hostel zumindest noch saubere sanitäre Anlagen hatte, war in unserer neuen Bleibe einfach alles dreckig und keimig. In unserem Zimmer lag alles von der Perücke über den Tampon bis zum Calvin Klein Schlübber, was aber niemanden der Bewohner gehört hat. Die Duschen samt Toilette waren sowas von würgh!!!!!! Ob Duschen oder auf Toilette gehen, das Ziel bestand darin NICHTS zu berühren. Wenn wir Glück hatten gab es in der Küche für jeden einen Teller. Manche haben mit Plastikgabeln gegessen. Am schärfsten war die Euro Bar, die sich direkt unter unserem Hostel befand. Unsere Hälfte hatte direkten Zugang zum Innenhof der Bar und am Freitag und Samstag von 21-2 Uhr hatten wir das Vergnügen und zwar ganz umsonst Hip Hop und RnB zu lauschen. Fenster gingen nicht zu Schließen – Konsequenz: mittendrin statt nur dabei. Die nächsten zwei Tage versuchten wir erfolglos einen Hostelplatz zu buchen und fanden uns schließlich einfach damit ab.

Zum Glück waren wir in Perth, der angeblich schönsten Stadt von Australien. Ich mag Perth. Hier liegen Kleinstadtgefühl und trendy City nah beieinander. Alles ist schnell zu erlaufen und die freie Buslinie macht das Perth erkunden noch einfacher.
Außerdem ist Perth mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr die sonnenreichste Stadt Australiens. Von unseren 7 Tagen Perth hatten wir drei Tage lang schlechtes Wetter, wo wir nicht wirklich aktiv sein konnten. Allerdings haben wir die restlichen Tage mit allen drei freien Buslinien Perth entdeckt, waren im Western Australia Museum, in der Art Galery, haben ein öffentliches Konzert besucht usw. Nur sind während der Zeit in Perth so gut wie keine Fotos entstanden.

Am Montag hieß es dann Tschüss Marcel & Perth und Hallo Adelaide. ADELAIDE. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es uns wieder dahin verschlägt aber es war die schnellste Möglichkeit viel Geld verdienen zu können. Unser neustes Ziel heißt Asien. Wie und was wissen wir noch nicht. Aber zuvor heißt es die Festivalsaison in Adelaide durcharbeiten, dann die Great Ocean Road entlang düsen, Mariska besuchen und Fraser Island erkunden.

Freo

Wie in jedem Stadtführer beschrieben profitierte Fremantle (von den Einheimischen liebevoll Freo genannt) tatsächlich vom America´s Cup 1987. Viele der alten Gebäude wurden restauriert und erstrahlen wieder oder immer noch in ihrem ursprünglichen Glanz. Alles ganz nach meinem Geschmack! Überall gibt es kleine und größere süße Cafe´s, Restaurants, Shops und Galerien. Auch wenn wir es nicht wirklich genießen konnten, war es doch hübsch anzuschauen. Trotzdem haben wir uns einen Tag genommen, um Fremantle nicht nur visuell, sondern auch kulturell zu erkunden.

Entlang der westaustralischen Küste liegen einige Schiffswracks von denen der größte Teil noch nicht genau erforscht wurde. Anders verhält es sich mit der Batavia. Hinter diesem Schiffsschicksal verbirgt sich eine tragische Geschichte. 1629 lief das Schiff auf Grund und kenterte. Die Überlebenden konnten sich auf zwei verschiedenen Inseln retten und während sich der Kapitän des Schiffs und einige andere auf dem Weg nach Java machten, um Wasser und Nahrungsmittel zu suchen, kam es zu einer Meuterei und einem Massaker. Eine überaus bewegende Geschichte. Daneben war es faszinierend zu sehen was die Archäologen aus dem Wasser bergen konnten. Winzige Häkchen, Nähnadel, Spitze, Stofffetzen und das übliche wie Geschirr ähnliches, aber alles wunderschön. Außerdem wurde ein Teil des Schiffs geborgen und die Konstruktion im Museum nachgestellt.

An diesem Tag war es wieder furchtbar heiß und wir haben uns bei über 40 Grad durch die Stadt geschleppt. Das Museum war eine absolute Erholung. Danach liefen wir zum sogenannten Round House, welches keines ist. Es ist achteckig und das älteste Gebäude West Australiens. 1830 wurde es erbaut und diente bis in die 1850er als Gefängnis, bis dieses zu klein wurde. Anschließend kamen alle Gefangenen in das neu erbaute Gefängnis, welches wir uns auch anschauten.

Dieses Mal wollten wir es im wahrsten Sinne des Wortes wissen und haben eine Tour dazu gebucht. Unser Guide war supertrocken und jeden Witz den er gerissen hat, war dermaßen ausgeleiert, dass wir nur dachten: „Hör auf diesen Job zu machen.“ Das Gefängnis an für sich war allerdings wirklich beeindruckend. In meiner gesamten Weltenbürgerlaufbahn habe ich es noch nicht einmal in ein Gefängnis geschafft. Somit war es ein interessantes und aufschlussreiches Erlebnis. Damals war es tatsächlich eine Strafe. Wir haben uns dabei erwischt, dass wir ab und zu wirklich Mitleid mit den Bengeln hatten. Als etwas fülliger und großer Mensch wäre dir bequemes Schlafen vollkommen versagt geblieben.

Danach ging es mit hochroten Köpfen einkaufen und Tennis schauen.

Keine Pläne sind die besten Pläne

Obwohl das gar nicht so genau stimmt. Wie bereits erwähnt haben wir uns auf Empfehlung von Locals bereits auf unserer Route durch die Nullabor dafür entschieden nicht die nördliche Westküste, sondern den südwestlichen Teil zu bereisen. Schließlich hatte Marcel nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung und wir wollten so viel wie möglich sehen. Um die Attraktionen der nördlichen Westküste zu erreichen müsste man jeden Tag viele hundert Kilometer fahren. Außerdem hätte das Auto so viele km einfach nicht geschafft. Jetzt war das große Ziel AUSSPANNEN und Perth erreichen, um das Auto dort wieder zu verkaufen.

Nur so als Nebeninfo. Eigentlich benötigt man für die Strecke von Adelaide bis nach Perth ca. 2700km. Wir haben ganze 3267km nach Reisebeginn in Adelaide Esperance erreicht. Über 500 km zu viel und wir sind nicht einmal in Perth angekommen.

Esperance mit seinem Kleinstadtcharme und direkten Zugang zum Meer war nach 1 Woche Wüste und Busch wirklich eine Erholung. Auch wenn wir auf der Nullabor immer mal den frischen Wind von der Küste genießen konnten, haben wir doch oft die pubstrockenen Winde aus dem Landesinneren zu spüren bekommen. Außerdem gab es in Esperance Zivilisation mit richtig vielen Menschen und einem SUPERMARKT!! Frisches Obst und Gemüse, was für ein Luxus. Auf jeden Fall haben wir uns schnell dafür entschieden nur eine Nacht in Esperance zu verbringen, um dann direkt den Cape le Grande Nationalpark anzusteuern. Anton, Henrietta und verschiedene andere Reisende, die wir unterwegs getroffen haben, hatten uns eine lange Liste mit wunderschönen Plätzen gegeben, die es abzuarbeiten galt.

Begonnen haben wir mit dem Duke of Orlean Bay. WOW! Da kam nun auch nicht mehr White Heaven Beach (Ostküste) ran. Bereits der Weg zum Strand hat uns eine unglaubliche Natur geboten. Wenn die Sonne nicht auf der Haut gebrannt hätte, hätte ich nicht sagen können, ob ich durch eine Dünen- oder Schneelandschaft fahre. Dieser Sand ist so unglaublich weiß. Ohne Sonnenbrille konnten wir nur mit schwer zusammengekniffenen Augen das Strandtreiben beobachten. Bei jedem Schritt hat der Sand durch den hohen Quarzgehalt quietschende Töne von sich gegeben. Das Wasser war glasklar und von vielen verschiedenen Blautönen geprägt. Der Strand schien unendlich lang. Wir hatten es uns an einer Seite des Strandes bequem gemacht, wo viele Felsen lagen und wir Windstille genießen konnten. Was allerdings wirklich unschön ist, dass die Australier mit ihrem 4WheelDrive-Autos bis auf den Strand fahren und sich dort so richtig ausbreiten. Das beinhaltet Pavillon, Stühle, Tische, Grill usw. Da fliegt der Müll halt auch einfach mal hinter das Auto. Was für Deppen! Ich glaube vielen Australiern ist wirklich nicht bewusst was ihr Land für eine einzigartige Natur zu bieten hat.
Der einzige Camping Ground der dort zu finden ist war allerdings verdammt schlecht. Wir nehmen immer einen Platz für den Van + Zelt und ohne Strom. Diese sogenannte „unpowered site“ war dort am hintersten Ende vom Campingplatz, ohne Beleuchtung, die Küche war 500m entfernt und ebenfalls Dusche und Toilette weit zu laufen. Ich bin abends präventiv auf Toilette gegangen oder habe überlegt, ob ich wirklich wirklich muss. Wir sind nicht anspruchsvoll, aber wenn wir viel Geld bezahlen, dann möchten wir auch was geboten bekommen.
Dafür war der Campingplatz am Lucky Bay mehr als entschädigend. Dieses Mal „nur“ ein Nationalpark-Campingplatz und tausend Mal besser als der Vorherige! Klein aber fein und jeder musste nur 9 Dollar bezahlen. Es gab eine Solardusche (Robi hat die Erfahrung gemacht, dass man diese nicht Frühs nutzen sollte ;)), eine niedliche Küche und überall WILDE Kängurus. So niedlich. Lucky Bay ist ebenfalls ein wunderschöner Strand. Leider war es ziemlich windig und kalt. Kurze Hose ja, aber bitte mit Strickjacke! Deshalb waren wir nur kurz am Beach und haben uns für eine kleine Wanderung entschieden. Der National Park ist ein beeindruckendes Fleckchen Erde. Die kleinen oder größeren weißen Strände werden immer wieder von felsigen Stücken unterbrochen. An diesen Abend haben wir Martin, Josi und Philipp aus Deutschland und Adam aus England kennen gelernt und hatten gemeinsam einen lustigen Abend.
Am nächsten Morgen ging es für uns weiter zum Cape le Grand Beach, wo wir ebenfalls eine Nacht verbracht haben. Der Campingplatz war auch irgendwie schön, aber keine Schatte und der weiße Strand etwas langweilig. Also haben wir auch hier nur eine kleine Wanderung entlang der Felsen gemacht, wo ich mir tatsächlich eine Brandblase unter dem Fuß zugezogen habe.

Danach ging es dann wieder nach Esperance, wo wir unsere Nahrungsmittelvorräte aufbesserten, nach einer gefühlten Ewigkeiten mal wieder das Internet bei MC Donalds genutzt haben und ich mir endlich mal wieder ein Buch kaufen konnte. Außerdem haben wir den Great Ocean Drive gemacht. Traumhaft wenn dies Tag ein Tag aus dein Weg zur Arbeit ist. Allerdings konnte keiner der Strände den Duke of Orlean Bay schlagen.

Dann ging es weiter nach Ravensthorpe, um dort die Nacht zu verbringen. Der einzige Campingplatz den wir dort ausmachen konnten, war eigentlich wirklich charmant, aber auch irgendwie spooky. Die Dame die den Platz verwaltet, war eine ältere sehr dünne Frau, die mehr Tattoos als Robert hat. Vor ihrem Büro standen bepflanzte Toilettensitze und im Grunde war so ziemlich alles bepflanzt. Selbst die Duschen und Toiletten. In Ecken und an den Wegen befanden sich verrostete bewachsene Töpfe und Gießkannen. Das war der einzige Campingplatz, wo ich das Gefühl hatte, dass sich hier wirklich jemand Mühe gegeben hat. Die Küche war ebenfalls prima ausgestattet. Allerdings kamen nachts so viele fliegende Ohrenkneiper und Mücken, dass ich mir nicht sicher bin, ob wir alle aus unseren Essen lesen konnten. Gerade als wir mit unserem Abendessen fertig waren kam ein Typ in Arbeitsklamotten, langem Bart und wenig Zähnen und meint zu Robi und mir, dass heute kein guter Tag dafür ist hier zu übernachten. Hää… Da waren sie wieder, meine Fantasien vom Axtmörder. Zum Glück, nur für 5 Sekunden später löste er die Situation auf und sagte, dass in einer 20km entfernten Stadt ein Festival stattfindet und das doch sicher eher was für uns gewesen wäre. Die Jungs haben mit einmal ganz freiwillig angefangen abzuwaschen und ich musste mich mit ihm unterhalten. Man soll Axtmörder nicht unnötig verärgern 😉 Eigentlich war er nett. Ziemlich merkwürdig, aber er hat uns noch mit Tipps für Albany versorgt. Gerade an diesen Tag waren wir zu faul das Zelt aufzubauen, was bedeutete, dass wir zu dritt bei 40 Grad Innentemperatur und Viehzeug im Auto geschlafen haben. Boah, waren wir genervt und haben uns für die ersten 30 Minuten nur belegt 😉 Tja, selbst schuld.

Am darauffolgenden Tag kam der längste Part der Strecke, aber auch diesen hat das Auto ohne Probleme gepackt und wir waren in Albany angekommen. Ebenfalls eine charmante Stadt, wo wir gleich mal in einem Big4 (5 Sterne Campingplatz) eingecheckt haben. Sogar einen Pool gab es, allerdings war der voller Kinder und wir haben verzichtet. So haben wir hauptsächlich nichts gemacht, Wäsche gewaschen, gekocht und einen schönen Abend gehabt. Wobei es an der Nachruhe haperte. Neben uns hat jemand geschnarcht. Aber wie… Konstant, als ob jemand eine Wasserpfeife raucht. Um die eine Nacht im Big4 wieder ausgleichen zu können, kamen wir auf einen der Tipps vom merkwürdigen Typen zurück. In der Nähe von Albany gibt es den Cosy Corner, wo man kostenlos campen kann. Zuvor haben wir uns allerdings noch die Stadt angesehen und wollten wirklich Kultur machen. Mit Museen besuchen usw. Leider war ALLES so teuer, dass es sich auf Ansehen begrenzte. Der Cosy Corner stellte sich als sehr guter Tipp heraus. Der Platz hat zwar nur ein Plumpsklo, aber war dafür direkt am Strand gelegen. Marcel und ich haben uns die Campingstühle geschnappt und haben uns an den Strand gesetzt und gelesen. Dort hat uns dann Martin überrascht, den wir in Lucky Bay kennengelernt hatten. Zusammen hatten wir wieder mal einen schönen Abend, zu dem Martin deutsche Gummibärchen beigesteuert hat. Lecker! Von Gummibärchen verstehen die Aussies leider gar nichts. Schließlich haben wir uns dazu entschieden eine Weile zusammen zu reisen.

Der nächste Teil unserer Strecke führte uns nach Denmark, wo wir uns die Green Pools und Elephant Rocks anschauen und den Tree Top Walk machen wollten. Endlich konnte Marcel mal wieder an seinen geliebten Beach. Warum die Green Pools so heißen ist mir verschlossen geblieben. Pools ja, aber grün? Diese Pools entstehen durch eine Art Riff, welches eine Abgrenzung zum Meer bildet, weshalb das Meer dort ziemlich ruhig ist. Aus diesen „Pools“ ragen größere Felsen heraus, die perfekte Anforderungen zum Kopfsprung lernen und Schnorcheln bieten. Die Jungs haben das auch ordentlich ausgenutzt. Mir war es immer noch etwas zu kalt. Außerdem hatte das Ganze von der Masse an Kindern Ostseecharme in der Hochsaison. Das habe ich noch nicht erwähnt. In Australien sind gerade Sommerferien. Ganze 6 Wochen und unsere gesamte Reisezeit über!
Zu den Elephant Rocks musste wir einen kleinen Miniwalk auf uns nehmen, eine Holztreppe die sich durch Felsen schlängelte hinabsteigen, durch zwei größere Felsen hindurchlaufen und dann waren wir an diesem kleinen fantastischen Beach. Danach hatten wir es tatsächlich bereut die meiste Zeit an den Pools verbracht zu haben. Dort waren weniger Menschen, das Wasser klarer und diese Felsen hatten tatsächlich etwas von Elephantenpo´s! Dann ging es weiter, um den Tree Top Walk zu machen. Dieser gab uns die Möglichkeit ohne viel Mühe Baumkronen besteigen zu können. Der Südwesten von Western Australia ist so unglaublich grün, dass wir viele Male nicht mehr sicher waren uns noch in diesem trockenen Land zu befinden. Dementsprechend gibt es viele Wälder mit bis zu 80 Meter hohen Bäumen. Der Tree Top Walk wird durch eine immer weiter aufsteigende Metallbrücke gebildet, die bei ca. 40 Meter ihren Höhepunkt erreicht. Wir fanden es klasse. Die Brücke hat zwar geschwankt und gewackelt, aber der Ausblick war einmalig. Eine Frau hatte das überhaupt nicht so empfunden und lief schnellen Schrittes an uns vorbei und meinte nur: „Furchtbar!“. Die Nacht verbrachten wir wieder in einem National Park mit Plumpsklo, aber einen wirklich sehr guten. Die einzige Baumsorte, die dort wächst nennt sich Peppermint Tree (Pfefferminzbaum). Warum wusste der Ranger auch nicht. Die Blätter riechen und schmecken nicht danach. Allerdings wachsen diese Bäume hoch und die Äste hängen weit herunter und gaben dem ganzen eine Märchenwaldatmosphäre.

Eigentlich war geplant den Gloucster Tree noch am selben Tag zu besichtigen, was zeitlich unmöglich war und auf den nächsten Tag verschoben wurde. In diesen Baum wurden Metallstangen geschlagen, die eine Treppe bilden. Mutige können 60 Meter hochsteigen und den Ausblick genießen. Eigentlich habe ich kein Problem mit Höhe, solange der Boden geschlossen ist. Ich hatte wirklich zu viel Respekt 60 Meter hochzusteigen, um auf der Hälfte oder beim Abstieg festzustellen, dass ich doch zu viel Angst habe. Robi war ernsthaft zu faul und so sind nur Marcel und Martin hochgeklettert. Währenddessen hat uns die Dame erklärt, dass bisher nur zwei Menschen ums Leben gekommen sind, da sie auf der Plattform einen Herzinfarkt hatten. Hinabgestürzt war bisher ebenfalls noch niemand. Nur viele Brüche und Schürfwunden.

Und dann war es mal wieder so weit. Wir mussten einen Schlafplatz finden. Nach 2 Tagen ohne Dusche kann man schon mal auf fließendes Wasser bestehen und haben uns entschlossen direkt nach Margaret River zu fahren. Auf dem Weg gibt es drei Höhlen zu besichtigen. Wir kamen kurz vor 17 Uhr an, wo man uns sagte, dass sie jetzt schließen. Höhlen werden geschlossen? Und was, 27 Dollar Eintritt? OK, dann ist es nicht schlimm, dass wir das verpassen. In Margaret River fanden wir einen tollen Campingplatz etwas außerhalb auf einer Schaffarm. Die Besitzerin meinte, dass während der großen Krise viele Schaffarmer auf Weinanbau umstiegen. Darauf hatten sie keine Lust und öffneten einen Teil ihres Landes für Camper. 2011 war das erste Jahr seit langer Zeit, dass sie den Campingplatz nicht als Einkunftsquelle gebraucht haben. Die Küche war quasi eine riesige offene Scheune mit Fernseher, vielen Sitzmöglichkeiten und relativ guter Ausstattung. Auf dem Platz lebten viele Backpacker, die auf umliegenden Farmen oder Weingütern arbeiteten. Ausnahmsweise waren diese mal nicht ganz so jung und wir hatten einen lustigen Abend mit Billard deutscher und englischer Art, sowie Jänga (wie auch immer dieses Holzblockspiel geschrieben wird). Margaret River hat verdammt viel Charme. Dort kommt wirklich alles zusammen: Vom Hippie über den Normalo bis zum Surfer Dude ist alles vertreten. In der Touristeninfo haben wir uns verschiedene Dinge empfehlen lassen. Haben uns dann aber ausschließlich für Strände entschieden. An einem dieser Strände sollten Stachelrochen zu sehen sein, weshalb wir diesen als erstes ansteuerten. Was für eine Enttäuschung. Beach hübsch (mein erstes Mal baden im Meer seit Ankunft), aber wo sind die Rochen? Später haben Robi und Marcel herausgefunden, dass die Rochen angefüttert werden müssen. Arme Dinger! Ich habe vergessen Sammy the Seal zu erwähnen. In Esperance machen sie Werbung mit ihrer Robbe Sammy. Genau dasselbe. Dieses dicke Ding, das aussieht wie eine Seekuh hängt dort am Strand rum und wartet auf Touries die ihn füttern. Traurig! Außerdem konnte sich Robi in Margaret River endlich mal mit seinem Body Board richtig austoben und Marcel surfen gehen. Robi hat dabei ganz vergessen, dass er eigentlich Angst vor tiefen Gewässern und Haien hat 😉 Ich war dabei nur Starfotografien und habe das Ganze für die Nachwelt dokumentiert. Dann war es auch wieder Zeit zum Weiterdüsen.

In Yallingup sollte ein Surffilmfestival stattfinden, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten. Leider war es verdammt teuer und wir haben uns nur den Strand angeschaut. An diesem Abend war es wieder schwierig einen Schlafplatz zu finden, da alles ausgebucht war. Letztlich sind wir auf einem christlichen Campingplatz gelandet, wo wir zwar übernachten konnten aber keinen Alkohol trinken oder rauchen durften. Null Problemo!! Robi hat mal wieder lecker gekocht und wir haben Tennis geschaut. Der Platz hatte einen eigenen Zugang zum Meer, was wir nach der Ankunft direkt auskosten wollten. Dort hat uns ein Local dann mal wieder die besten Tipps für rund um Bunburry gegeben UND wir haben einen wilden Stachelrochen zu Gesicht bekommen!!

Die Tipps waren leider nicht ganz so pralle. Das Cape kostete wahnsinnig viel Geld und Eagle Bay hat nach Seegras gemuffelt, aber die Jungs hatten Spaß beim Schnorcheln. An diesem Tag war es bereits verdammt heiß. Für uns waren es gefühlte 40, aber es waren „nur“ 37 Grad. In Bunburry befindet sich der längste Holzsteg der Welt, den man entweder mit einer Bahn und 11 Euro befahren kann oder man läuft die 1,8 km und zahlt nur 2,50 Dollar. Dafür hatten wir uns entschieden. Da es an diesem Abend mal wieder kostenlos campen hieß, mussten wir uns noch irgendwo duschen. Martin der sich als Hardcore-Backpacker herausstellte hatte die besten Alternativen parat. So waren wir ganz umsonst in der Stranddusche showern. Danach ging es zu dem „Campingplatz“ an dem wir erst mal vorbeigefahren sind, da dieser als solcher überhaupt nicht ersichtlich war. Genau an der Straße gelegen, mit einem Plumpsklo übelster Sorte, dreckigen Grill und Viehzeug. Aber auch diese Nacht haben wir überstanden und sind nach Bunburry gedüst, wo wir unsere Autobatterie wechseln mussten, das Internet gecheckt haben und zu unserem Campingground weitergefahren sind. Dieser lag nur noch 160 km von Perth entfernt, an einem großen See gelegen. Lake Martin, was für ein Zufall, ist ein Salzwassersee, der noch salziger ist als das Meer selbst. Eigentlich hatten wir uns gefreut, dass wir dort etwas Schwimmen gehen können. Das hatte sich aber schnell erledigt. Das Wasser roch furchtbar und Martin der sich rein traute, meinte, dass der Grund weich und schwammig sei. Nicht wirklich zu genießen. OK, dann eben nicht Schwimmen, sondern die kleinen bis riesengroßen Spinnen zählen. Unglaublich. Diese Viecher waren überall. Teilweise meterweite Spinnennetz zwischen den Baumkronen. Was für eine Freude nachts aufs Plumpsklo zu laufen, nur mit Taschenlampe bewaffnet. Als wir da nun nachts saßen und quatschten, hörten wir ein Rascheln. Da war ein kleines Opossum gerade daran unsere Tasche mit Soßen abzuschlecken. So süüüüß! Es war ein bisschen scheu, aber auch neugierig zugleich und war ganz scharf auf Robis Telefon. Dann kam auch noch ein Quokka (Mischung aus Ratte und Kaenguru) angehüpft. Was für eine wilde Nacht!

Am darauffolgenden Tag sind wir nach Mandura gefahren. Eine schrecklich durchgeplante Stadt. Alles schick und irgendwie nicht die Bohne sympathisch. So haben wir uns für eine Weiterfahrt nach Rockingham entschieden. Dort hat uns dann auch Martin verlassen, der sich mit seinem eigentlichen Reisepartner in Perth wiedertreffen wollte. Es war verdammt schwierig einen relativ günstigen Campingplatz ausfindig zu machen. Letztlich sind wir auf einem mittelprächtigen gelandet, der sein Geld nicht wirklich wert war. Wir sind noch einige Strände abgefahren und haben uns seelisch und moralisch auf unseren Trip nach Penguin Island vorbereitet. An diesen Tag hatten wir 40 Grad und eigentlich war es eine wirklich schlechte Idee auf eine Inseln ohne Bäume zu fahren, aber die Pinguine waren einfach zu verführerisch. Wir wollten uns auch die Fütterung nicht entgehen lassen und haben anstatt der 11Dollar 18 gezahlt. 5 Minuten mit der Fähre (wir hätten auch durch das Meer laufen können) und wir waren angekommen. Auf der Insel leben verschiedenste Vogelarten. Von Möwen bis Pelikanen haben wir alles gesehen, aber eben keine Pinguine. Bei 40Grad sind wir über die Insel gestapft und nicht ein Pinguin. Zum Glück hatten wir die Fütterung bezahlt und konnten uns die Pinguine aus eigener Hauszucht anschauen. Dort haben wir erfahren, dass sich die Pinguine gerade mausern und sich in dieser Zeit eher versteckt halten. Am selben Tag waren wir zu Anton und Henrietta eingeladen. Deshalb haben wir danach noch eine Flasche Wein, Bier und Kuchen besorgt. Wir hatten einen wirklich schönen Abend. Es gab Lamm, Kartoffeln, Spargel, Bohnen, Salat und als Nachspeise Vanilleeis mit warmen beschwipsten Kirschen. Eigentlich war geplant, dass wir irgendwo in der Pampa schlafen. Bei der Verabschiedung kam dann das dann raus und die beiden wollten uns partout nicht irgendwo schlafen lassen und haben uns förmlich zu einer Nacht in ihrem Haus überredet. Nach einer Dusche sind wir nach 4 Wochen mal wieder in ein bequemes Bett geschlüpft. Anton war so nett und hatte sich umgehört wo ein Campingplatz zur Verfügung steht, weshalb wir schließlich auf dem Woodmanspoint gelandet sind. Dieser Platz ist ebenfalls ein Big4, allerdings ein weniger guter und eigentlich wollten wir hier an jedem Tag wieder auschecken.

Am 26.1 ist Australia Day, welcher in Perth ganz groß begangen wird. Das Feuerwerk ist das zweitgrößte nach Sydney. An diesem Tag hatten wir bereits seit 3 Tagen über 40Grad und wir ganz schön im Eimer, aber zu fünft (Vanessa und Eike aus Deutschland waren ebenfalls auf unserem Campingground) haben wir uns auf dem Weg nach Perth gemacht, um uns in den Kings Park zu legen und auf die große Show zu warten. Bereits eine Woche zuvor hatten wir die Verkaufsanzeige für das Auto online gestellt und uns mit drei Interessenten für den 26.1 verabredet. Robi war mit Eike Wasser kaufen, als sich eben jene meldeten. Wir parkten nicht weit vom Festivaleingang entfernt, wo ich auf die drei wartete. Sie hatten schon 20 Minuten Verspätung, als mich Robi anruft, dass sie in unser Auto eingebrochen sind. Unglaublich. Da ist unser großes Ziel Perth und ausgenommen von den vielen Dingen die in den letzten Wochen kaputtgegangen sind, war doch mit dem Auto fast alles in Ordnung. Schließlich geht in Perth wieder etwas schief. Sie haben all unsere Klamotten durchwühlt, Robis Rucksack, unser Geld, mp3-Player, Nintendo usw. geklaut. Aber zum Glück haben sie uns unsere Pässe dagelassen und Marcel hatte alle Laptops unter den Sitzen versteckt. Es war klar, dass sie wenig Zeit hatten. Schließlich standen wir an einer vielbefahrenen Hauptstraße. Gerade als ich die Polizei vom Festivalgelände holen wollte, kamen natürlich unsere Interessenten, die ich dann zum Auto und Robert geschickt habe. Die Polizei war ein Witz. Sie können mir nicht helfen. Ich solle doch diese Nummer anrufen und dann wird das registriert. Aha. Danke! Naja, die Interessenten haben sich natürlich nicht für das Auto entschieden. Waren superskeptisch usw. Wir sind dann wieder zum Gelände zurückgekehrt wo sich langsam dicke fette Gewitterwolken breit machten. Ab und zu gab es auch etwas Regen, aber alle sind hartnäckig sitzen geblieben. Das Feuerwerk bekam natürliche Unterstützung durch das Gewitter und für eine Weile saßen wir gemeinsam unter einer Plane und haben dieses Spektakel genossen. Nach einer halbe Stunde war alles vorbei und wir haben uns wieder auf dem Weg zurück zum Camping Ground gemacht.
Hier beschließe ich das Ganze auch erst mal. So viel lässt sich noch sagen: Nach 5 Tagen über 40 Grad, haben wir heute das erste Mal wieder angenehme 33 Grad. Yey! In der Hoffnung in Zivilisation sich öfter melden zu können,

bis bald und liebste Grüße
Robi & Anja