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Brisbane – Singapur – Bangkok

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Nach ein paar Tagen Asien möchte ich langsam beginnen alle Erfahrungen zu schildern, wobei ich mir jetzt schon sicher bin, dass ich die Hälfte vergesse. Das sind dann die Infos für daheim!

Am 29.3 sind wir ziemlich früh (zumindest für unsere Verhältnisse ;)), um 9 Uhr zum Flugplatz aufgebrochen und mit kleinen 10 Minuten Verspätung, um 12:20 Uhr gestartet. Der Flug war absolut in Ordnung. Mit dem medialen Unterhaltungsprogramm kann es einfach nicht langweilig werden. Nur zur Nahrungsaufnahme haben wir unsere Filme unterbrochen und ab und zu wehleidige Blicke nach unten geworfen. Wir sind wirklich eine lange Zeit über Australien geflogen und erst da oben wurde uns klar, dass unsere Australienreise ein Ende hatte. Und auch wenn wir harte Zeiten hatten, haben wir so viele tolle Dinge gesehen und erlebt, tolle Menschen kennen gelernt und eine unvergessliche Zeit gehabt. Wer weiss, ob wir jemals wiederkommen. Obwohl wir letztlich doch in allen Staaten Australiens waren, fehlt mir immer noch diese verdammte Westküste.

Um 18 Uhr Singaporzeit landeten wir in Singapur. Wir hatten bereits zuvor einiges über Singapor gehört: alles sehr sauber, bloss keinen Kaugummi kauen usw. Noch im Flieger hörten wir bei einer der Durchsagen, dass wir einen Einreisezettel ausfüllen müssen. Nach Rückfrage bei unserer Flugbegleiterinnen, teilte uns diese mit, dass wir es nicht ausfüllen müssen, da wir nach Bangkok weiterfliegen. Die Sauberkeit sollte sich bestätigen. Wow, überall wurde gekehrt, auf- und eingesammelt. Überall schicker Teppich im DDR-Design uuuund es gab eine selbstspülende Toilette. Nachdem wir das alles erkundet hatten, wollten wir unser Gepäck abholen und zum Gate unseres Anschlussfluges laufen. Haha! Keiner läuft zum Gepäckband ohne Einzureisen. Also mussten wir doch den Einreiseschriebs ausfüllen. Nachdem wir dieses getan hatten, hielten wir unser 30 Tage-Visum in der Hand. Und das alles nur, um unser Gepäck holen zu können. OK, anschließend mussten wir unser Gepäck wiedermal prüfen lassen, um den Flugplatz quasie wieder betreten zu können. Mit dem Skytrain fuhren wir schließlich zu unserem Gate und mussten darauf wieder unser Pässe vorzeigen, da wir das Land ja wieder verlassen wollten. 22:10 Uhr sollte unser Flieger nach Bangkok gehen. Dafür mussten wir uns nochmals einer Kontrolle unterziehen. Ernsthaft, in Singapur kannst du deinen Pass wir einen Busfahrausweis, um den Hals tragen.

Ich weiß gar nicht mehr um wie viel Uhr wir in Bangkok ankamen. Es war auf jeden Fall sehr sehr spät und ich suuuupermüde. Im Flieger selbst bekamen wir noch eine ordentliche Portion Angst, da wir in unseren Reiseführer gelesen hatten, dass es sein kann, dass man bei der Einreise nach einem Ticket gefragt wird, welches nachweist, dass man Bangkok wieder verlässt. Wenn man dieses nicht besitzt kann die Behörde die Einreise verbieten. Aaaahhh!!!!! Nun gut, total müde haben wir uns zittrig zur Passkontrolle gemacht. Pass hingeben, kein Hallo, Foto gemacht, Pass zurückgegeben und eingereist. Wuhhuuuuu… Nachdem wir ein Taxi für 500 Bht (viel zu viel) gefunden hatten und endlich in unserem traumhaften Hotel angekommen waren, konnte unser 17 Stunden-Journey, als beendet betrachtet werden.

Übrigens ist unser Hotel wirklich süß. Auch wenn unser Zimmer kein Fenster hat, ist es super stylish, gemütlich und wir haben Klimatisierung. Wichtig!!!!

1369 km hin

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Endlich, nach 2 Monaten arbeiten sollte es endlich Richtung Holiday gehen. Ich muss wohlverdient ergänzen  Auch wenn wir eine Menge Spaß hatten und wirklich viel erlebt haben, sind wir doch hier um auf der Straße zu sein und zu Reisen. So haben wir uns am 19.12, um 8 Uhr, auf den Weg zu Ferd gemacht, um nochmal eine Ladung Öl abzuholen, einkaufen zu gehen, Bine einzuladen und weiter zu unserer Mitfahrerin. Kate ist 20 Jahre alt, kommt aus Melbourne und ist Hippie durch und durch. Von Achselbehaarung, Teilnahme an der Occupie-Bewegung bis hin zu Geschichten über diverse bewusstseinserweiternde Erfahrungen wurden alle Cliches erfüllt. Nur die Dreadlooks haben gefehlt. Nach unserer ersten Etappe von ca. 460 km haben wir sie in Ouyen an einer Tankstelle abgesetzt, von wo sie noch 100 km bis zu ihrem eigentlichen Ziel brauchte. Nachdem ich ihr gesagt habe, dass ich zu ängstlich wäre um alleine durch Australien zu trampen, meinte sie zu mir, dass sie sich sicher ist, dass sie jemand mitnehmen wird, ob sie lebendig ankommt ist die nächste Frage 😉

Bereits im Voraus hatten wir nach Campingplätzen geschaut die kostenlos und neben einer Toilette vielleicht sogar mit einer Dusche ausgestattet sind. Allerdings war der erste, obwohl mit Dusche versehen, direkt an der Straße gelegen und wir haben uns für Weiterfahren entschieden. Der nächste Camping-Ground wurde, obwohl keine Dusche, als akzeptabel befunden und zum ersten Mal unsere Ausstattung aufgebaut. Nachdem alles gut funktioniert hatte, entschied ich mich die erste Nacht mit Robi im Zelt zu schlafen. Horror! Es war nicht kalt und nur mittelmäßig unbequem, aber so laaaaut!! Geschlafen haben wir zwei nicht besonders viel und wie wir am nächsten Morgen erfahren sollten auch Bine nicht. Sie hatte so gefroren, dass sie sich in die Matratze eingewickeln musste und gefunden habe ich sie in der Sonne schlafend, auf einer Bank vor dem Toilettenhäuschen.

Nach einem ausgewogenen Frühstück ging es auf unsere über 500 km Strecke Richtung Schlafort Nr. 2, in der Nähe von Greenfell, in einem National Park gelegen. Die Fahrt war dieses Mal wirklich beeindruckend. Von typisch australischer Vegetation, zu einem Teil wo es nichts außer Weite, Büsche, Rinder und Schafe gab bis hin zu halbwegs saftigen grünen Bergen. Die Trucks oder auch Road Trains waren manches Mal beängstigend. Man stelle sich vor, dass diese Monster genauso schnell fahren dürfen wir ein kleines Standardauto. Ich wurde wirklich oft überholt…
Der National Park war etwas verwirrend beschildert, so dass wir auf dem Privatgrundstück eines Farmers landeten. Dessen doofe Köter waren definitiv dressiert Fremde direkt anzufallen und zu zerfleischen. Nach unserem Besuch war „nur“ die Beifahrertür etwas zerkratzt. Aber er war nett und hat uns den Weg erklärt. Auf dem Weg zu dem Camping-Ground haben wir Kühe gesehen, die nicht eingezäunt waren oder Kängurus die über den Weg gehüpft sind. Angekommen, haben wir den Platz, den wir uns mit einem älteren Pärchen teilten, als idyllisch befunden, was direkt wieder versaut wurde. Plötzlich kam uns der Farmer entgegen. Er wollte nur sichergehen, dass wir auch angekommen sind. Ähhh was? Ist das jetzt typisch australische Nettigkeit ODER wollte er checken, dass wir auch tatsächlich an diesem Platz campen und vielleicht sogar alleine sind, um uns nachts noch einmal besuchen zu können?! Natur pur und absolute Einsamkeit kann auch wirklich gruselig sein. Aber egal, wir hatten ein schönes Dinner mit noch mehr tierischen Besuch. Familie Wallebee (Mutter, Vater, Kind) und ein Fuchs haben uns besucht. Dummerweise haben wir unseren Müll nicht direkt wieder im Auto verstaut, sondern haben abgewartet, bis unser Film zu Ende war. Robi hatte seine Schuhe vor dem Auto stehen gelassen und plötzlich war da nur noch einer. Der Müll war natürlich über die nächsten 2 Meter Umkreis verteilt, was dazu geführt hat, dass wir nur noch gemeinschaftlich auf Toilette gegangen sind und wir drei gemeinsam, wie die Sardinen, im Auto schliefen. Ich für meine Wenigkeit habe mir mehr Gedanken um meinen Axtmörder gemacht, als um niedliche Wallebees oder kleine Füchse. Meine Halbschlafnacht war um 5 Uhr zu Ende. Nach einem schönen Sonnenaufgang und ein paar 100 Seiten meines Buches, sind dann auch die anderen beiden wach geworden und wir haben uns auf unsere letzte Etappe, von nur noch 280 km gemacht.

Auch dieser Part hat wieder die Naturvielfalt die Australien zu bieten hat unter Beweis gestellt. Dieses Mal führte uns der Weg durch Berge, auf und ab bis wir in den Blue Mountains angekamen. Nach dieser Fahrt hatte unser Auto seinen Namen weg. Bumblebee (Hummel). Manchmal flott, aber auch schwerfällig, groß und kuschelig und natürlich auch farblich fast angepasst. Auf jeden Fall hat er sich wirklich gut geschlagen, auch wenn wir so manchen Berg mit nur 20 km/h erklimmen konnten.

Wir ihr sicherlich bemerkt habt, war das Tag drei ohne Dusche und eigentlich war das auch das einzige, was alle wollten: Duschen und schlafen! So haben wir den Schlüssel abgeholt, sind einkaufen gegangen und zum Haus geeilt.

Sydney (check)

nice view

seagelyey

Hello Ihr Lieben,

seit letzte Woche Donnerstag – mir wird gerade bewusst dass es bereits eine Woche ist – sind wir nun in Sydney und man glaube es oder nicht, aber wir haben alles sehenswerte ‚abgearbeitet‘. Gestern haben wir mit jemanden aus Sydney gesprochen, ob er uns etwas empfehlen könnte und neben der Opera (check), Darling Harbour (check), China Town (check), Pattys Market (check), The Rocks (check), Art Galery New South Wales (check und übrigens for free), Harbour Bridge (check), The Botanic Garden (check), Kings Cross (check), konnte er uns nur noch eine Attraktion empfehlen. Aber beginnen wir am Anfang.

Wir waren wirklich froh, dass wir unser Hostel in Melbourne endlich verlassen und in Richtung Sydney aufbrechen konnten. Um 13:30 Uhr sollte unser Flieger starten, allerdings mussten wir bereits um 10:15 den Shuttle-Service nutzen. Nach einer ewigen Warterei sind wir mit DER Billig-Airline von Australien geflogen und heil in Sydney gelandet. Wiedermal supermieses Wetter. Zum Glück konnten wir das Angebot unseres Hostels wahrnehmen, dass wir für NUR 3 Dollar vom Airport abgeholt werden. Nach einem Anruf und der Mitteilung, dass es sooo 15 bis 20 Minuten dauern könnte, haben wir uns nach 40 Minuten schon langsam angefangen zu wundern und überlegt, ob wir nochmals anrufen sollten, als wir schließlich doch noch von einem kleinen Inder angesprochen worden. Er war wirklich sehr sehr schwer zu verstehen und auf unsere Frage nach dem „Funkhouse Hostel“ antworte er nur mit einem Handwink ihm zu folgen. Im Shuttel-Bus angekommen warteten da schon einige entnervte Reisende auf Abfahrt. Schließlich sind wir um 16:30 Uhr losgedüst und wirklich jeder im Bus hatte Angst, dass er nicht im richtigen Hotel oder Hostel ankommen wird. Wir wurden als letzte abgeliefert. Er hat jedem von uns 12 Euro abgeknöpft und meinte, dass wir die Straße runtergehen sollen. Unser toller Fahrer wusste natürlich nicht wo wir hinwollten. Als wir in die gezeigte Richtung liefen war da natürlich kein Hostel. Grrrrrrrrrrrr!!! Da rief auch schon das Hostel an, um nachzufragen wo wir seien, da UNSER FAHRER nämlich noch gar nicht am Flugplatz sei. Sie hat uns dann telefonisch zum Hostel gelotst. Wo sich wieder gezeigt hat wie freundlich die Australier sind: Da stehen wir zwei im Regen, mit unseren Backpacks, einer Karte in der einen Hand und in der anderen das Handy. Wir müssen sehr verwirrt ausgesehen haben. Auf jeden Fall hat uns eine nette Dame weitergeholfen. Das Geld für den Shuttel haben wir natürlich nicht wiederbekommen. Sehr sehr schade!! Um 18:45 Uhr waren wir schließlich auf unserem Zimmer! Dann kam auch schon Andre und nach einem kurzen Austausch der letzten 1 ½ Jahre sind wir noch einkaufen gegangen und das wars.

In den darauffolgenden Tagen waren wir wirklich sehr viel unterwegs – stets zu Fuß – haben viel gesehen und sind abends ausgegangen. Ich hatte Kings Cross etwas anders in Erinnerung. Dieses Mal war es so richtig Rotlichtviertel, mit vielen merkwürdigen Gestalten und LAUT!!! Auch unser Hostel war einfach LAUT. Generell hat sich an der Backpacker-Mentalität einiges geändert. In jedem Hostel hängt ein rieeesen Flatscreen der von morgens bis abends läuft. Kommunikation? Was ist das? Neue Kontakte knüpfen? Nööö… Als ich das erste Mal in Australien war ging es noch um Gespräche. Wir haben viel gelesen, Karten gespielt oder etwas unternommen. Aber nicht den ganzen Tag vor der Glotze gehangen. Schließlich haben wir einen neuen Room-Mate aus Schweden bekommen. Jacob ist zwar erst 20 Jahr alt, aber im Köpfchen um einiges weiter. Mit ihm sind wir dann auch noch eine paar Tage durch Sydney gezogen. Eben auch zu dieser spektakulären empfohlenen KOSTENLOSEN Attraktion, dem Aussichtspunkt auf der Harbour Bridge. Nach 1 1/2 Stunden-Walk mussten wir feststellen, dass es 11 Dollar kostet und sind wieder gegangen. Im Übrigen ist es wirklich traurig, dass selbst jemand aus Sydney einem keine weiteren Dinge sagen kann, die man, ausgenommen von den touristischen Höhepunkten, unbedingt gesehen haben muss. In Berlin würden mir einige einfallen.

Zusammen haben wir uns nun entschieden nach South Australia zu reisen, um dort Arbeit zu finden. In Sydney ist es wirklich sehr sehr schwer und im November beginnt der Sommer. Also noch mehr Backpacker. Außerdem ist Sydney verdammt teuer! So sind wir heute nach Newtown gezogen, um hier noch etwas Ruhe zu genießen und am Dienstag nach Adelaide zu reisen. We will see….

Liebste Grüße
Anja & Robi

PS: Robert wurde bösartig von einer Möve attackiert. Niemals, wirklich NIEMALS, völlig egal was, essen wenn an die hundert Möven und Tauben in der Nähe rumschwirren.