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Cleland Wildlife Park

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Nach beinahe 3 Monaten Australien und zwei Mini-Roadtrips beschränkte sich die Sichtung wilder Kängurus nur auf „Schlafende“ am Wegesrand oder den gebratenen Zustand auf Robis Teller. Ebenso konnten wir während einer Busfahrt nur einen flüchtigen Blick auf Koalas werfen! Hallo, wir befinden uns in Australien… Eigentlich müssten die Kängurus täglich durch die Straßen hüpfen und ganz natürlich – im Sinne von „AUSTRALIEN“ – sollte in jedem Baum ein Koala hausen. Aber nein, stattdessen haben wir für eine Woche einen sehr großen achtbeinigen fünften Mitbewohner in der Küche oder eine kleine Ratte, die sich auf ihren nächtlichen Streifzügen immer auf dem Weg zur Sturt Avenue macht.

Aus diesem Grunde haben wir uns zu sechst auf den Weg zum Cleland Wildlife Park gemacht (So ein Auto mit acht Sitzen ist klasse!). Da wir diese niedlichen australientypischen Tierchen nicht nur sehen, sondern ganz touristisch streicheln wollten, war klar, dass wir in einen Wildlife Park fahren müssen 😀 Auf Empfehlung unserer australischen Freunde haben wir uns für den Cleland Wildlife Park entschieden. Dieser ist im Cleland Conservation Park gelegen und ca. 20 bis 30 Minuten vom Adelaide Center entfernt. Auf dem Hinweg sind wir den Highway entlang gebraust, da es nach oben einfach schneller geht und für unseren Liebling nicht ganz so anstrengend. Bezahlt haben wir letztlich 20 Dollar pro Person. 18 Dollar Eintritt + 2 Dollar für kleine Futtertütchen. Einen Koala auf den Arm nehmen zu können und diesen Moment durch professionelle Fotografenhand für die Ewigkeit und besonders für daheim zum Rumprotzen festhalten zu können kostete schlappe 50 Dollar. Darauf haben wir liebend gern verzichtet und haben uns auf das Streicheln und auf ein selbstgemachtes Foto beschränkt. Koalas sind trotz ihres enormen Drogenkonsums wirklich zuckersüße, kuschlige und liebenswerte Tierchen. Allerdings fand ich es schon fragwürdig, wie die Kleinen zur Show gestellt werden. Auf einen Baumstumpf wird der Koala in Position gebracht, die Pflegerin hält es einen Ast mit Euka vors Gesicht und schließlich dürfen jeweils 4 Personen das Tier streicheln, auf den Arm nehmen und ein Foto machen. Alles schön der Reihe nach bis 2 Stunden vergangen sind und das abgenutzte und verbrauchte Koalabärchen durch ein neues ersetzt wird. Sowas kann man kaum mit seinem Gewissen vereinbaren, allerdings geht es den Koalas, die nicht gerade für ihre Unterkunft arbeiten müssen ziemlich gut. Viel Euka, Platz zum Rumhängen und Rausch ausschlafen 😉 Ansonsten haben wir einen Tasmanischen Teufel besucht, der sich zum Glück auch gerade hat blicken lassen, Echidnas, Dingos, Wombats, Peligane, Emus, kleine und große Vögel und natürlich lümmelnde und chillige Kängurus! Ich glaube Robi, Bine und ich sind uns einig, dass die Wallebees am niedlichsten waren. Die Standardkängurus sind dagegen wirkliche Poser. Während des Fütterns halten die Schnuckelchen deine Hand fest und machen kleine süße Fäustchen. Ich weiß, dass es ziemlich unnatürlich und absurd klingt, da diese Tiere einen Teil des Wildlifes von Australien ausmachen und wir fahren in einen quasi Zoo und kuscheln alle einmal durch, allerdings war es trotzdem eine schöne Erfahrung. Der Park ist riesig und die Tiere haben somit ausreichend Platz, um zumindest ein wenig ein normales tierisches Leben – mit Vorzügen – verbringen zu können.

Auf dem Rückweg sind wir durch die Adelaide Hills gefahren. Fantastisch! Steile Serpentinen schlängeln sich durch die Berge, mit einem unglaublichen Ausblick über Adelaide und das Meer. Diese Szenerie war mal wieder ein perfekter Abschluss für einen tollen Ausflug.

Highlight

Gerade sind wir von unserem Minijob heimgekehrt und es lohnt sich tatsächlich Euch darüber zu informieren. Normalerweise sieht unser Arbeitsalltag wie folgt aus:

– zu einem bestimmten Zeitpunkt im Shop ankommen, alle Schächtelchen mit Frittiergut, sowie Öl und Fritteuse entgegennehmen
– zum Job fahren, auspacken und losfrittieren
– ca. eine halbe Stunde später spaziere ich mit meinem schönsten Lächeln durch bezaubernde Häuser, Gärten oder angemietete Räumlichkeiten
– schließlich wird alles wieder verpackt, geputzt und vom Kunden verabschiedet
– Trinkgeld, wenn auch sehr selten, entgegennehmen und zum Shop zurückdüsen, wo wir dann meistens noch die Küche säubern

Wie Ihr seht, nicht wirklich spektakulär. Letztes Wochenende bin ich ausschließlich Fahrer gewesen. Was bedeutet, dass ich Robi, Bine und Jose von A nach B und von B nach A gefahren habe. Danach hatte ich selber noch einen Job (Bei einem Minijob muss das Essen nur zubereitet und nicht serviert werden. Somit wird dafür nur eine Person benötigt.). Ich kam ziemlich abgehetzt, gestresst und 10 Minuten zu spät zu diesem bestimmten Job. Nach weiteren fünf Minuten, in denen ich versucht habe das Tor zu öffnen, hat mich die Kundin schließlich befreit und mir mitgeteilt, dass ich eine Woche zu früh bin. Glück für mich. Ich musste nämlich Bine und Robi wieder abholen. Später ist mir wieder eingefallen, dass ich im Vorgarten des Hauses ein Wallaby gesehen habe, aber wegen dem ganzen Stress gar keine Aufmerksamkeit schenken konnte. Nachdem ich es Robi erzählt hatte, hatten wir insgeheim gehofft, dass wir am Freitag, also heute, dort arbeiten können. Leider, wie wir am Montag erfahren mussten, war das nicht der Fall. Aber siehe da, heute haben wir den Anruf erhalten, dass jemand ausgefallen ist und ob wir den Job übernehmen können. Und yeeeeeeey, wir haben Marcy kennen gelernt. Erst haben wir fleißig unsere Arbeit getan und danach wurden wir zu Cocktail und Wallaby streicheln eingeladen. Es war so süß und flauschig. Die Art und Weise wie diese zuckersüßen Dinger Toast in ihren Pfötchen halten oder generell ihre kleinen Fäustchen sind einfach unwiderstehlich. Wir haben uns schon ziemlich gewundert, dass man sich Wallabys im Garten halten kann. Ihr Vater züchtet diese putzigen Tierchen und am Australia Day dachten sie sich, dass sie so etwas im Garten gebrauchen könnten. Seitdem lebt Marcy bei ihnen. Der Grund warum sie sich das kleine Ding zugelegt haben, ist ziemlich abschreckend aber sie kümmern sich herzallerliebst um die Kleine.

So, das nur am Rande 🙂

Liebste Grüße und Gute Nacht
Robi & Anja